TSV 1860 München bangt um Leistungsträger vor Schlüsselduell in Cottbus
Lange Auswärtsreise, Verletzungssorgen und sieben Punkte Rückstand: Der TSV 1860 München kämpft am Dienstag in Cottbus um seine letzte Aufstiegschance in der 3. Liga. Trainer Markus Kauczinski setzt auf „heißes Herz, kühlen Kopf“, doch zwei Leistungsträger wackeln vor dem entscheidenden Duell.
Dämpfer gegen Mannheim, aber Aufgeben ist keine Option
Nach dem enttäuschenden 1:1-Remis gegen Waldhof Mannheim am Ostersonntag hat sich das Team um Trainer Markus Kauczinski erneut zusammengesetzt, um die Situation zu analysieren. „Wir haben darüber geredet, welche Spiele anstehen und was wir jetzt reinlegen müssen, damit die Dinge am Ende funktionieren“, erklärte Kauczinski. Die Quintessenz: Nerven bewahren und sich strikt an den Matchplan halten. „Heißes Herz ja, aber kühler Kopf! Der muss auch dabei sein“, betonte der Coach.
Rechnerisch ist für die Löwen auf Platz sieben noch alles möglich, auch wenn sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsrang zu überbrücken sind. Kauczinski verwies auf die enge Konstellation in der Schlussphase: „Auch ein dritter Platz kann zum Aufstieg führen. Es gibt einfach eine Chance – diese müssen wir versuchen, wahrzunehmen“. An diesem Spieltag gibt es zudem direkte Duelle der Konkurrenten, was die Lage zusätzlich spannend macht.
Verletzungssorgen bei Haugen und Schifferl
Positiv ist die Rückkehr von Kapitän Thore Jacobsen nach seiner Gelb-Rot-Sperre. Doch die Sorgenfalten bei den Löwen bleiben: Neben fünf fixen Ausfällen – darunter Tunay Deniz, Max Christiansen und Kilian Jakob – gesellen sich zwei kleinere Fragezeichen hinzu. Raphael Schifferl hat „was am Ellenbogen“, und Torschützenkönig Sigurd Haugen erlitt einen Schlag auf die Wade. Kauczinski zeigte sich vorsichtig optimistisch: „Im Moment gehe ich bei beiden davon aus, dass es bis zum Spieltag funktionieren sollte. Aber bei so einer Muskelsache weiß man nie genau“.
Die Anreise nach Cottbus, rund 450 Kilometer Luftlinie von München entfernt, ist alles andere als optimal. Kauczinski kommentierte trocken: „Wenn Sie mich fragen, ob es optimal ist, dass wir nach Cottbus müssen und nicht Cottbus zu uns, dann sage ich nein. Aber das ist halt so“. Ausreden gelten nicht mehr, wenn in dieser Saison noch etwas nach oben gehen soll.
Intensives Spiel erwartet
Kauczinski erwartet ein hart umkämpftes Match: „Unsere Situation unterscheidet sich nicht groß von der Situation von Cottbus, weil die haben zwar mehr Punkte, aber es ist oben eng. Die müssen und wollen auch dranbleiben“. Mit 1000 anreisenden Fans im Rücken hoffen die Löwen, die verflixte Sieben – in vielen Kulturen eine Glückszahl – für ihre Aufholjagd zu nutzen. Die weiße Weste ist längst beschmutzt, doch die Ambitionen bleiben ungebrochen.



