Ailton fordert von Werder-Stürmer Boniface dringende Gewichtsreduktion
Der frühere Bundesliga-Torschützenkönig Ailton hat mit deutlichen Worten den aktuellen körperlichen Zustand von Werder Bremens Stürmer Victor Boniface kritisiert. Der Nigerianer kehrte in der vergangenen Woche überraschend ins Mannschaftstraining zurück, wobei er deutlich an Gewicht zugelegt hatte. Ailton äußerte sich laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung äußerst besorgt über die Entwicklung des 25-jährigen Angreifers.
Scharfe Kritik des ehemaligen Meisterschützen
„Der Bauch ist unglaublich. Er muss unbedingt abnehmen. Für mich ist klar: In dieser Form kann er keine Hilfe für Werder sein. Dass er in dieser Saison noch Tore für Werder macht, sehe ich nicht“, sagte der 52-jährige Brasilianer über Boniface. Ailton, der Bremen in der Saison 2003/04 mit 28 Toren zur deutschen Meisterschaft geschossen hatte, kennt die Anforderungen der Bundesliga aus eigener Erfahrung.
Der Werder-Trainer Daniel Thioune räumte ebenfalls ein: „Wir hätten uns natürlich auch gewünscht, dass er körperlich in einer besseren Verfassung ist.“ Dem Cheftrainer sei aber bewusst gewesen, „dass er nicht in dem körperlichen Zustand sein kann, wie man es vielleicht auch erwarten dürfte“. Boniface kam in der Bundesliga zuletzt am 7. Dezember beim 2:3 gegen den Hamburger SV zum Einsatz und wurde in dieser Saison nur zweimal von Beginn an aufgeboten.
Ailtons eigener Umgang mit Gewichtsdiskussionen
Interessanterweise war Ailton während seiner aktiven Karriere selbst nicht immer der fitteste Fußballer und trug gelegentlich zusätzliche Kilos mit sich. Der Brasilianer erinnerte sich an die damalige Zeit: „Bei mir wurde oft gesagt: 'Ailton ist etwas dick. Würde er abnehmen, wäre er noch schneller und gefährlicher.' Aber das war Quatsch. Ich war trotzdem sehr schnell und habe es mit meinem Körper sehr gut gemacht.“
Ailton betonte jedoch, dass seine Situation nicht mit der von Boniface vergleichbar sei. Während er selbst trotz gelegentlicher Gewichtsprobleme herausragende Leistungen erbrachte, sieht er bei dem jungen Nigerianer dringenden Handlungsbedarf. Die Diskrepanz zwischen Ailtons eigener Karriereerfahrung und seiner aktuellen Bewertung von Bonifaces Zustand unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Situation.
Die Rückkehr von Boniface ins Training war für viele Beobachter überraschend, insbesondere angesichts seiner deutlich veränderten physischen Verfassung. Der Stürmer, der einst als Hoffnungsträger für Werder Bremen galt, steht nun vor der Herausforderung, nicht nur seine Form zurückzugewinnen, sondern auch das Vertrauen von Experten wie Ailton und möglicherweise seiner eigenen Mannschaftsführung.



