Bayerns Fußballerinnen dominieren Halbfinale und erreichen DFB-Pokal-Endspiel
Die Fußballerinnen des FC Bayern München haben sich mit einem überzeugenden 4:0 (3:0)-Heimsieg gegen die SGS Essen souverän für das Finale des DFB-Pokals qualifiziert. Damit ziehen die Münchnerinnen wie bereits in den beiden Vorjahren ins Endspiel des bedeutenden Wettbewerbs ein und halten ihren Traum vom historischen Triple weiter am Leben. Das entscheidende Duell findet am 14. Mai in Köln statt, wo der Titelverteidiger auf den Rekord-Pokalsieger VfL Wolfsburg trifft. Wolfsburg hatte sich tags zuvor im dramatischen Elfmeterschießen mit 5:4 gegen Carl Zeiss Jena durchgesetzt.
Überlegene Leistung vor ausverkauftem Haus
Vor 2.500 Zuschauern im komplett gefüllten Stadion am Bayern-Campus zeigte das Team von Trainer José Barcala eine jederzeit dominante Vorstellung. Die Tore für die klar überlegenen Münchnerinnen erzielten Momoko Tanikawa in der 29. Minute, Pernille Harder in der 40. Minute sowie Edna Imade kurz vor der Pause (45.+4) und in der 73. Spielminute. Bereits vor dem Spiel hatte die verletzte Nationalspielerin Klara Bühl bei Sky deutlich gemacht: „Wir sind der klare Favorit. Wir wollen den DFB-Pokal gewinnen.“ Dieser forschen Ansage ließen ihre Teamkolleginnen noch vor der Halbzeitpause mit drei Treffern Taten folgen.
Traumtor annulliert, aber frühe Führung
Ein spektakuläres Volley-Tor von Arianna Caruso in der 22. Minute wurde zwar wegen Abseitsstellung nicht anerkannt, doch kurz darauf führten die Bayern trotzdem. Nationalmannschafts-Kapitänin Giulia Gwinn setzte mit einer gekonnten Hacke Momoko Tanikawa in Szene, die den Ball flach ins Netz beförderte. Gegen die Kombinationsfreude der Münchnerinnen fanden die Essenerinnen keinerlei Mittel, und noch vor der Pause erhöhten Pernille Harder und Edna Imade jeweils per Kopf auf 3:0. „Einfach dominant weiterspielen, das eine oder andere Tor noch nachlegen“, forderte Gwinn in der Halbzeitpause bei Sky – eine Aufforderung, die Imade in der zweiten Hälfte mit ihrem zweiten Kopfballtreffer erfüllte.
Triple-Traum und Personalien
Auf dem Weg zum ersten Frauen-Triple der Vereinsgeschichte wartet in der Champions League die größte Herausforderung auf die Barcala-Elf. Am 25. April und Anfang Mai geht es im Halbfinale gegen den Topfavoriten FC Barcelona. Die achte deutsche Meisterschaft – bereits die vierte in Serie – ist angesichts von 13 Punkten Vorsprung auf Wolfsburg praktisch nur noch Formsache. Bayern-Direktorin Bianca Rech bestätigte nach dem Spiel auch Gerüchte über ihre Person: „Ja, Chelsea hat Interesse gehabt an meiner Person. Aber mein Weg wird weitergehen beim FC Bayern München“, sagte die 45-Jährige, die seit knapp zwei Jahren die Fußballerinnen-Abteilung leitet. Sie sehe noch „sehr viel Potenzial in den nächsten Jahren“ und betonte: „Wir wollen bis zum Schluss durchziehen, auch wenn uns sehr, sehr harte Wochen bevorstehen.“



