Flick kritisiert Schiedsrichter nach CL-Niederlage: Barcelona braucht Rückspiel-Wunder
Flick kritisiert Schiedsrichter nach CL-Niederlage

Flick kritisiert Schiedsrichter nach bitterer CL-Niederlage

Mit dem Schlusspfiff hastete Hansi Flick sofort aufs Feld, um ein klärendes Gespräch mit Schiedsrichter Istvan Kovacs zu suchen. Doch an der bitteren 0:2 (0:1)-Heimpleite des FC Barcelona im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Atlético Madrid änderte auch die Diskussion über vermeintliche Fehlentscheidungen nichts. Während der deutsche Trainer noch mit der Niederlage haderte, setzte Verteidiger Ronald Araújo bereits den kämpferischen Ton für das entscheidende Rückspiel am kommenden Dienstag.

Rote Karte und VAR-Entscheidung im Fokus

Besonders ärgerte sich Flick über den Platzverweis gegen Pau Cubarsí in der 44. Minute, der das Spiel maßgeblich prägte. „Ich weiß nicht, es hätte eine Rote Karte sein können, oder auch nicht“, sagte der frühere Bundestrainer in der Nachspielzeit. „Ich bin mir nicht sicher, ob er ihn genug berührt hat. Der Ball war hinter ihm.“ Zudem monierte Flick eine weitere umstrittene Szene, bei der Atléticos Torhüter Juan Musso einen Abstoß zu Marc Pubill spielte, der den Ball mit der Hand stoppte und den Abstoß wiederholte. „Ich verstehe nicht, warum der VAR nicht eingegriffen hat. Fehler passieren, aber was bringt der VAR in solchen Situationen?“, fragte Flick rhetorisch.

Barcelona trotz Überzahl chancenlos

Trotz langer Überzahl nach der Roten Karte für Cubarsí bestimmte Barcelona zwar das Spiel und erspielte sich einige Möglichkeiten, doch die Treffer blieben aus. Atlético Madrid zeigte sich dagegen eiskalt effizient: Weltmeister Julián Álvarez traf kurz vor der Pause zur Führung (45.), Alexander Sörloth setzte in der 70. Minute den Schlusspunkt. „Wir glauben an uns. Wir haben uns mit einem Spieler weniger sehr gut geschlagen“, betonte Flick dennoch die positive Leistung seiner Mannschaft unter erschwerten Bedingungen.

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Araújo setzt auf Rückspiel-Wende

Verteidiger Ronald Araújo blickte bereits nach vorn und zeigte sich überzeugt von der Comeback-Fähigkeit seiner Mannschaft. „Diese Mannschaft kann das schaffen. Davon bin ich überzeugt“, sagte der Uruguayer mit Blick auf das Duell im Estadio Metropolitano. „Wir haben es schon oft bewiesen. Es ist schwer, in ihrem Stadion zu spielen. Wenn es jemand schaffen kann, dann wir. Wir werden sie angreifen, selbst in ihrer Hälfte.“ Für Atlético Madrid war es der erste Sieg im Camp Nou seit 2006 – Trainer Diego Simeone feierte damit im 15. Jahr an der Madrider Seitenlinie eine bemerkenswerte Premiere.

Medien reagieren mit Skepsis

Die spanische Presse reagierte entsprechend kritisch auf Barcelonas Leistung. Die Zeitung AS sprach von einer „schwarzen Nacht für Barca“, während Mundo Deportivo bereits vorausblickte: „Barca hofft auf ein Wunder im Metropolitano“. Die Ausgangslage für das Rückspiel ist klar: Barcelona muss im Stadion von Atlético Madrid mindestens zwei Tore erzielen, um noch ins Halbfinale der Champions League einzuziehen – eine Aufgabe, die nach der enttäuschenden Heimpleite als äußerst schwierig eingestuft wird.

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