Gerrard äußert sich zu möglichem Salah-Nachfolger beim FC Liverpool
Die Klub-Ikone Steven Gerrard hat sich in einem Interview mit talkSPORT zu den Plänen des FC Liverpool für die Zeit nach Mohamed Salah geäußert. Dabei nannte er einen prominenten Namen als potenziellen Nachfolger: Michael Olise vom FC Bayern München. Gleichzeitig dämpfte der ehemalige Liverpool-Kapitän jedoch die Erwartungen an einen Transfer in der anstehenden Sommertransferperiode.
Olise als ideales Profil, aber kaum verfügbar
Gerrard machte deutlich, wie schwierig es sei, einen direkten Ersatz für Salah zu finden. „Wenn man versucht, Salah eins zu eins zu ersetzen, gibt es nur sehr wenige Spieler auf dem Markt“, erklärte der 45-Jährige. Olise gehöre zwar zu diesem exklusiven Kreis, doch Gerrard äußerte Zweifel an dessen Verfügbarkeit: „Ich glaube nicht, dass er verfügbar sein wird.“
Der Grund dafür liegt aus Gerrards Sicht in der sportlichen Bedeutung des französischen Nationalspielers für die Bayern. Olise spiele in den Planungen des Münchner Rekordmeisters eine zentrale Rolle, weshalb ein kurzfristiger Verkauf unrealistisch erscheine. Damit stehe Liverpool vor einer komplexen Aufgabe in der Transferperiode.
Liverpools historischer Umgang mit Leistungsträger-Abgängen
Gerrard verwies darauf, dass der Klub in der Vergangenheit bei Abgängen von Schlüsselspielern nicht zwangsläufig auf identische Ersatzspieler gesetzt habe. Als Beispiele nannte er:
- Die Verpflichtung von Luis Díaz nach dem Weggang von Sadio Mané
- Die Umstrukturierung der Offensive nach dem Abschied von Luis Suárez
Der Klub habe dabei stets alternative Profile gefunden, die zum Erfolg beitrugen.
Produktivität muss kompensiert werden
Unabhängig von konkreten Namen betonte Gerrard, dass Liverpool die Produktivität Salahs zumindest teilweise ersetzen müsse. „Tore und Vorlagen waren über Jahre hinweg ein zentraler Faktor im Spiel der Reds – und genau diese Beteiligung muss irgendwie ersetzt werden“, so der ehemalige Mittelfeldstar.
Ein konkreter Transfer von Olise nach Liverpool bleibt damit vorerst theoretisch. Gerrards Aussagen unterstreichen jedoch, welche Spielerkategorie der englische Topklub künftig ins Auge fassen muss – selbst wenn ein Wechsel des Bayern-Profis im kommenden Sommer nach Einschätzung des Liverpool-Legenden kaum realisierbar erscheint.



