Havertz' Heldentat: Arsenal nach Champions-League-Sieg wieder im Titelrennen
Havertz' Heldentat: Arsenal wieder im Titelrennen

Havertz' spätes Tor katapultiert Arsenal zurück in die Titel-Diskussion

Ein dramatischer Treffer in der Nachspielzeit von Nationalspieler Kai Havertz hat dem FC Arsenal nach den jüngsten Enttäuschungen im Pokal einen entscheidenden Vertrauensschub verliehen. Beim 1:0-Erfolg im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Sporting Lissabon avancierte der 26-jährige Deutsche in der ersten Minute der Nachspielzeit zum gefeierten Matchwinner.

Erlösung auf nassem Rasen in Lissabon

Havertz, der erst in der 70. Spielminute für Kapitän Martin Ödegaard eingewechselt worden war, zeigte sich nach seinem entscheidenden Tor vor allem erleichtert. „Das war eine große Wendung für uns“, sagte der Offensivspieler, der mit einem nervenstarken Abschluss aus zentraler Position die überlegenen Gunners erlöste. „Wir haben noch sieben Wochen zu spielen und können große Titel gewinnen.“ Die beiden Pokalpleiten der vergangenen Tage – die Niederlagen im League-Cup-Finale gegen Manchester City und im FA-Cup-Viertelfinale gegen Zweitligist FC Southampton – rückten damit vorerst in den Hintergrund.

Arteta lobt die Mentalität seines Jokers

Arsenal-Coach Mikel Arteta sprach nach dem Spiel von einem „magischen Moment“ und verteilte ein dickes Lob an seinen spät eingewechselten Matchwinner. „Er liebt die großen Anlässe und die großen Spiele“, betonte der Spanier. „Wir freuen uns, dass er zur Stelle war, als wir ihn brauchten, um das Spiel für uns zu gewinnen.“ Die britische Presse titelte bereits von Arsenals „Super-Jokern“, die erneut für die Wende gesorgt hätten.

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Teamleistung und bescheidener Held

Havertz selbst blieb bescheiden und schob den größten Teil des Verdienstes an Mitspieler Gabriel Martinelli weiter, der mit einem Traumpass die Torchance eingeleitet hatte. „Ich war da, um den Ball im Tor unterzubringen. Aber es war eine erstklassige Vorlage von ihm“, erklärte der frühere Leverkusener und sprach von einem „perfekten Pass“. Wie Havertz war auch Martinelli erst im Laufe der zweiten Halbzeit ins Spiel gekommen und bewies damit die starke Bank des Londoner Teams.

Warnung vor voreiliger Euphorie

Trotz der großen Erleichterung warnte Havertz jedoch vor zu viel Euphorie. „Wir nehmen das Ergebnis natürlich mit, aber wir haben in der kommenden Woche noch viel Arbeit vor uns.“ Für den erstmaligen Triumph in der Königsklasse sei dies nur ein erster Schritt. Das Rückspiel gegen Sporting Lissabon findet am Mittwoch der kommenden Woche in London statt. Dazwischen steht für Arsenal noch ein anspruchsvolles Auswärtsspiel beim AFC Bournemouth in der Premier League an.

Vertrauen für den Saisonendspurt

Der Sieg in Lissabon dürfte den Londonern, die in der englischen Meisterschaft aktuell neun Punkte Vorsprung auf Verfolger Manchester City haben, einen willkommenen Schub an Selbstvertrauen für das restliche Saisonprogramm geben. Nach den herben Rückschlägen in den nationalen Pokalwettbewerben demonstrierte die Mannschaft von Mikel Arteta in Portugal erneut ihre mentale Stärke und ihren unbändigen Willen, in dieser Saison endlich große Titel zu gewinnen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob der späte Treffer von Kai Havertz tatsächlich die erhoffte Wende im Arsenal-Jahr einläutet.

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