Überraschungsgast beim Training: Aufstiegstrainer aus Japan besucht Hannover 96
Ein besonderer Gast sorgte am Mittwoch für Aufsehen beim Training von Hannover 96. Naoki Mori, der erfolgreiche Aufstiegstrainer des japanischen Partnervereins FC Mito Hollyhock, verfolgte die Einheit von Cheftrainer Christian Titz und seinem Team. Der 48-jährige Japaner hatte in der vergangenen Saison den FC Mito Hollyhock in die japanische Topliga, die J1 League, geführt und wurde nach diesem Erfolg zum Football Director befördert.
Internationale Partnerschaft wird intensiviert
Die Partnerschaft zwischen Hannover 96 und dem FC Mito Hollyhock besteht bereits seit dem Jahr 2023 und wurde kürzlich bis zum Jahr 2027 verlängert. Mori war während seines Besuchs nicht nur Zuschauer, sondern mischte sich aktiv unter die Spieler und Trainer. Begleitet wurde er von Arne Kübek, dem Leiter der 96-Fußballschule, der in der Nachwuchs-Akademie für die internationalen Kooperationen verantwortlich ist.
Im Rahmen seines Aufenthalts tauschte sich Mori intensiv mit den beiden japanischen Spielern aus, die aktuell bei Hannover 96 unter Vertrag stehen. Hayate Matsuda hat es als Aushängeschild der Partnerschaft bereits zur Stammkraft in der 2. Liga gebracht, während der junge Asuma Ikari derzeit in der U23 von Trainer Daniel Stendel spielt und ebenfalls den Sprung in den Profibereich anstrebt.
Matsuda hofft auf Startelf-Comeback
Besonders interessant ist die aktuelle Situation von Hayate Matsuda. Nach einem Infekt in der Winterpause, der ihn zurückwarf, ist der 22-Jährige inzwischen wieder fit und kam zuletzt gegen Elversberg als Einwechselspieler zu seinem 21. Saisoneinsatz. Mit drei Treffern ist er aktuell der drittbeste Torschütze der Mannschaft.
Im bevorstehenden Topspiel in Darmstadt könnte Matsuda sogar sein Startelf-Comeback feiern. Nach der Gelbsperre von Landsmann Daisuke Yokota muss Trainer Christian Titz umbauen und hat mehrere Optionen für die defensive Außenbahn. Matsuda konkurriert dabei mit Maurice Neubauer, der am Mittwoch aufgrund von Belastungssteuerung fehlte, und Kolja Oudenne um einen Einsatz. Auch Noel Aseko kommt nach seinem Einsatz im Trainingsspiel auf der rechten Seite in Betracht.
Titz testet verschiedene Formationen
Vor den Augen des japanischen Gastes testete Christian Titz verschiedene Aufstellungen und ließ in der A-Elf zahlreiche Spieler zu. Die Winterzugänge Elias Saad und Noah Weißhaupt durften sich präsentieren, wobei Weißhaupt in den letzten drei Spielen nicht einmal im Kader stand. Auffällig war, dass Mustapa Bundu, Husseyn Chakroun und Virgil Ghita gar nicht in der A-Elf zum Einsatz kamen.
In der Dreierkette übte Titz mit Abwehrchef Maik Nawrocki, Ime Okon und Bastian Allgeier. Diese Trainingsbeobachtungen geben interessante Einblicke in die taktischen Überlegungen des Trainers, der mit Hannover 96 den Aufstieg in die Bundesliga anstrebt – ein Ziel, das sein japanischer Kollege Naoki Mori bereits erfolgreich umgesetzt hat.



