Die Rückkehr des Aussortierten: Ekitiké soll Liverpool in Paris zum Sieg führen
Der FC Liverpool steht in der Champions League vor einer entscheidenden Herausforderung. Beim Titelverteidiger Paris Saint-Germain will das Team von Trainer Arne Slot die enttäuschende Saison retten. Die letzte Titelchance für die Reds könnte gleichzeitig über die Zukunft von Slot entscheiden.
Ein Stürmer mit Vergangenheit bei PSG
Besondere Aufmerksamkeit richtet sich auf Hugo Ekitiké. Der französische Stürmer spielte einst selbst für Paris Saint-Germain, konnte sich dort aber nie richtig durchsetzen. Nachdem er 2022 mit großen Erwartungen zunächst auf Leihbasis und 2023 für 28,5 Millionen Euro fest verpflichtet worden war, blieb er hinter dem berühmten Sturmtrio mit Kylian Mbappé, Lionel Messi und Neymar auf der Bank.
Insgesamt kam Ekitiké nur auf 33 Einsätze und vier Tore für PSG, bevor er im Februar 2024 zunächst an Eintracht Frankfurt ausgeliehen und im Sommer 2024 endgültig verkauft wurde. „Ich erinnere mich an seine Zeit hier“, sagte der heutige PSG-Trainer Luis Enrique vor dem Duell. „Er hat sich sehr weiterentwickelt. Das ist normal. Er war sehr jung, als er hier war.“
Vom Problemspieler zum Topstürmer
Ekitikés Karriere verlief nicht immer geradlinig. Jugendtrainer Mickael D'Amore verriet: „Er hat nicht viel zugehört, sich ein bisschen wie ein Star verhalten.“ Der Stürmer sei kein „geborener Arbeiter“ gewesen und stand bei Stade Reims sogar kurz vor dem Aus. „Ich war wirklich schlecht“, gab Ekitiké selbst zu.
Doch der drohende Karriereabbruch wurde zum Wendepunkt. Ein ungewöhnlicher Wechsel nach Dänemark zu Vejle Boldklub brachte die Wende: „Ich habe regelmäßig Spielzeit bekommen, habe viel gelernt und Selbstvertrauen gewonnen“, so Ekitiké.
Auferstehung in Frankfurt und Liverpool
Bei Eintracht Frankfurt entwickelte sich Ekitiké dann zum europäischen Topstürmer. Mit 26 Toren und 14 Assists in 64 Pflichtspielen überzeugte er so sehr, dass Liverpool im Sommer 2025 rund 95 Millionen Euro für ihn zahlte.
Trotz einer enttäuschenden Gesamtsaison der Reds ist Ekitiké einer der Lichtblicke mit 17 Toren und sechs Vorlagen. „Ich kann es kaum erwarten“, sagte er zu seiner Rückkehr in den Pariser Prinzenpark.
Liverpools Revanche-Chance
Nicht nur Ekitiké hat eine Rechnung mit PSG offen. Liverpool selbst schied im vergangenen Jahr im dramatischen Elfmeterschießen gegen die Franzosen aus – eine Niederlage, die den ersten Riss im Ruf von Trainer Arne Slot bedeutete.
Nach dem peinlichen 0:4 im FA Cup gegen Manchester City ist die Champions League die letzte Chance auf einen Titelgewinn. Ein Erfolg in Paris könnte sowohl Slots Position festigen als auch Ekitiké Genugtuung verschaffen. Die Reds müssen den Titelverteidiger aus dem Weg räumen, um wieder um den Henkelpott mitreden zu können.



