Erfolgsserie ausgebaut: Oberligist Neustrelitz darf jetzt vom Titel träumen
Mit einem souveränen 5:0-Heimsieg gegen das Tabellenschlusslicht Viktoria Berlin hat der Fußball-Oberligist TSG Neustrelitz seine beeindruckende Erfolgsserie eindrucksvoll fortgesetzt. Die Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern demonstrierte vor rund 220 Zuschauern im Parkstadion von Beginn an ihre Überlegenheit und festigte damit ihre Position im Spitzenfeld der Oberliga.
Machtdemonstration gegen Berliner Schlusslicht
Das Duell gegen die Hauptstädter, die vor vier Jahren noch in der 3. Liga aktiv waren, entwickelte sich schnell zu einer klaren Angelegenheit. Bereits nach nur 63 Sekunden brachte Kevin Akogo die Neustrelitzer mit dem 1:0 in Führung. Nur sechs Minuten später erhöhte Manuel Härtel auf 2:0, bevor Marius Schreiber noch vor der Pause mit dem 3:0 in der 17. Minute die Vorentscheidung markierte.
"Uns hat natürlich in die Karten gespielt, dass wir direkt über die erste gute Aktion in Führung gegangen sind", analysierte Kapitän Nils Röth nach dem Spiel. "Und mittlerweile haben wir das Selbstverständnis, so ein Spiel dann auch über 90 Minuten konstant herunterzuspielen."
Kantersieg perfekt gemacht
Nach der Pause setzten die Neustrelitzer ihre Dominanz unvermindert fort. Toni Bastin traf in der 57. Minute nach einem Eckball zum 4:0, bevor Manuel Härtel in der 86. Minute mit seinem zweiten Treffer den 5:0-Kantersieg perfekt machte. Gegen die völlig überforderten Berliner hätten die Hausherren sogar noch höher gewinnen können, wie Röth selbstkritisch anmerkte.
Mit diesem Sieg holte die TSG aus den vergangenen zwölf Ligapartien bereits zehn Siege und ist seit mittlerweile sieben Spielen ungeschlagen. In dieser Phase sammelte das Team von Trainer Thomas Franke stolze 17 Punkte und verbesserte sich auf nunmehr 42 Zähler im Konto.
Tabellendritter mit Meisterschaftsambitionen
Als Tabellendritter hat sich Neustrelitz fest im Titelkampf etabliert. Der Rückstand auf Spitzenreiter Tasmania Berlin beträgt lediglich sieben Punkte, was die Hoffnungen auf die Meisterschaft weiter befeuert. "Wir sind in der Rückrunde eine der konstantesten Mannschaften", betonte Kapitän Röth. "Und natürlich, die Hoffnung stirbt zuletzt."
Bis zum Saisonende stehen für die Mecklenburger noch sieben Partien auf dem Programm, darunter die beiden Topduelle gegen Spitzenreiter Tasmania Berlin und den Tabellenzweiten SV Lichtenberg 47. In der Hinrunde hatte die TSG beide Partien verloren, doch die aktuelle Form lässt auf Revanche hoffen.
Trainer lobt Teamqualität und Konkurrenzkampf
Trainer Thomas Franke zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: "Wir haben eine gute Qualität in der Truppe, auch der Konkurrenzkampf ist groß. Die Jungs setzen die Arbeit des Trainerteams um." Der Coach betonte die klare Zielsetzung: "Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Dann rücken wir automatisch ran. Am Ende gucken wir, wohin die Reise geht."
Die mögliche Reise könnte sogar zurück in die Regionalliga Nordost führen, aus der die TSG Neustrelitz nach der Saison 2017/18 abgestiegen war. Die Verantwortlichen haben bereits vorsorglich die notwendigen Unterlagen beim Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) für die 4. Liga eingereicht.
Präsident bestätigt Aufstiegsabsichten
TSG-Präsident Nico Manke erklärte am Rande des Heimsieges gegen Viktoria Berlin deutlich, dass die Neustrelitzer bei einem möglichen Titelgewinn auch den Gang in die nächsthöhere Spielklasse antreten würden. Damit wäre der Traum von der Rückkehr in den höherklassigen Fußball nach Jahren in der Oberliga in greifbare Nähe gerückt.
Die Aufstellung der siegreichen TSG Neustrelitz: Da Silva Telinhos – Müller, Ziegler, Bastin, Schreiber (76. Krüger) – Akogo, Frühauf (63. Laribi), Röth (76. Petters), Kruse (46. Kmetjuks) – Zirarov (63. Sfishta), Härtel.



