Oberliga-Chaos: Tennis Borussia gegen Dynamo Schwerin wird zur Posse
Ein Nachholspiel in der Oberliga Nordost entwickelt sich zu einer regelrechten Posse. Die Partie des 18. Spieltages zwischen Tennis Borussia Berlin und der SG Dynamo Schwerin, die wegen winterlichen Schneefalls abgesagt worden war, sorgt für erheblichen Ärger bei beiden Vereinen. Die gefundene Lösung befriedigt keine der beteiligten Mannschaften und offenbart strukturelle Probleme.
Rasenprobleme im Mommsenstadion
Nach der verlängerten Winterpause war der Rasen des Mommsenstadions, in dem der frühere Bundesligist Tennis Borussia seine Heimspiele austrägt, wegen Pilzbefalls unbespielbar. Die Borussen waren deshalb in das Stadion Wilmersdorf umgezogen und hofften, gegen Schwerin wieder im heimischen Eichkamp spielen zu können. Doch der Rasen weist weiterhin Löcher auf, in denen sich die Rasenberegner befinden. Das Sportamt Charlottenburg-Wilmersdorf hat diese Löcher bisher nicht repariert und die Austragung im Mommsenstadion untersagt.
Ausweichspielstätte nicht verfügbar
Da die bisherige Ausweichspielstätte von Tennis Borussia, das Stadion Wilmersdorf, während der Woche nicht verfügbar ist, hatte der Verein die Nachholbegegnung zunächst abgesagt. Doch der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) drängte auf eine Austragung der Partie. Als Kompromiss wurde die Hans-Rosenthal-Anlage als Ausweichplatz festgelegt. Dieser Platz ist jedoch für eine sicherheitsrelevante Partie wie das Spiel zweier abstiegsgefährdeter Vereine ungeeignet.
Eingeschränkter Zutritt für Zuschauer
Aus Sicherheitsgründen werden bei dem Nachholspiel nur Dauerkarteninhaber sowie Personen zugelassen, die bereits ein Ticket online erworben haben. Diese Maßnahme sorgt für zusätzliche Unzufriedenheit bei den Fans und unterstreicht die improvisierte Natur der gesamten Veranstaltung. Die Situation zeigt, wie schwierig es für Vereine der Oberliga sein kann, bei unvorhergesehenen Problemen angemessene Lösungen zu finden.
Die beteiligten Mannschaften müssen sich nun mit diesen unbefriedigenden Rahmenbedingungen arrangieren, während der Verband auf die Einhaltung des Spielplans pocht. Dieses Debakel wirft Fragen nach der Infrastruktur und der Organisation im Amateurfußball auf.



