Spanische Medien sehen Real Madrid vor existenzieller Bayern-Prüfung
Die spanische Sportpresse zeichnet ein dramatisches Bild vor dem Champions-League-Gipfeltreffen zwischen Real Madrid und dem FC Bayern München. In den Zeitungen herrscht die einhellige Meinung, dass für die Königlichen im Viertelfinal-Hinspiel am Dienstagabend im Bernabéu-Stadion „alles oder nichts“ auf dem Spiel steht. Nach dem Pokalaus und dem praktisch verlorenen Meisterschaftskampf gegen den FC Barcelona sieht die Marca die gesamte Saison von Real Madrid auf dem Prüfstand.
Gigantenduell mit historischer Dimension
Die AS spricht von einer „Neuauflage eines der legendärsten Duelle in der Geschichte des Europapokals“. Besonders der mögliche Einsatz von Stürmerstar Harry Kane, den das Blatt als „Erdbeben“ bezeichnet, bereitet den spanischen Kommentatoren Sorgen. Die Marca bezeichnet die Bayern gar als „tödlichste Torfabrik Europas“ und warnt vor der Gefährlichkeit der Münchner Mannschaft.
Respekt vor deutscher Stabilität
Die Mundo Deportivo betont den riesigen Respekt vor dem deutschen Rekordmeister: „Es gibt gefährliche Mannschaften – und dann gibt es Bayern München.“ Das Blatt mutmaßt, dass die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany „zu den stabilsten in Europa“ gehöre. Gleichzeitig weist die Zeitung darauf hin, dass für Real Madrid und Trainer Álvaro Arbeloa das Spiel gegen Bayern München auch um ihre Zukunft gehe.
Historische Bayern-Schwäche im Bernabéu
Trotz aller Warnungen sieht die spanische Presse Real Madrid keineswegs chancenlos. Die AS titelt sogar, die Madrilenen seien der „Albtraum der Bayern“ und das Bernabéu-Stadion ein „deutscher Friedhof“. Tatsächlich gelang deutschen Mannschaften in dem legendären Stadion erst dreimal ein Sieg. Real Madrid bleibt gegen die Münchner seit acht Spielen sieglos, was zusätzliche Spannung verleiht.
Die spanischen Medien beschreiben das Duell somit als klassische Konfrontation zwischen Bayerns offensiver Stärke und der historischen Heimstärke der Königlichen. Für Real Madrid geht es nach Ansicht der Kommentatoren um nichts Geringeres als die Rettung einer enttäuschenden Saison – und das ausgerechnet gegen den gefährlichsten möglichen Gegner.



