Ostermontag in Lübtheen: Motocross-Spektakel begeistert Massen
Der Ostermontag und das Motocross-Spektakel gehören in Lübtheen traditionell zusammen – und dieses Jahr war keine Ausnahme. Bereits bei den Trainingsläufen am Vormittag versammelten sich Hunderte Schaulustige, trotz windiger Bedingungen. Als die Wertungsläufe der Deutschen Meisterschaften zur Mittagszeit starteten, stieg die Zuschauerzahl deutlich über die 2000er-Marke. Über Stunden bot sich den Anwesenden sehenswerter Sport auf höchstem Niveau.
Deutsche Meisterschaften und Landesmeisterschaften im Fokus
Zu Gast waren die Deutsche Motocross-Meisterschaft der Frauen, die Königsklasse MX1 sowie die Klasse 85ccm der Landesmeisterschaft Mecklenburg-Vorpommern. Dies garantierte ein volles Starterfeld in allen drei Wertungsklassen und sorgte für spannende Rennen von Beginn an. Der erste Wertungslauf in der Klasse bis 80 Kubikzentimeter markierte den Auftakt des Spektakels.
Acht Wochen Vorbereitung und Sicherheitsmaßnahmen
Für den MC Lübtheen als Gastgeber stellte das Event den Saisonhöhepunkt dar. Vereinsvorsitzender Nik Roggman und Florian Richling betonten den immensen Aufwand: Die Vorbereitungen zur Instandsetzung der mehr als 1500 Meter langen Bahn dauerten gut acht Wochen. Sportkommissar Jens Kerschke, der eigens zur Begutachtung angereist war, lobte die ausgezeichnete Arbeit des Vereins. Ein zentrales Anliegen blieb stets die Sicherheit der Zuschauer, weshalb kritische Bereiche an den Sprunghügeln mit stabilen Zäunen zusätzlich gesichert wurden.
Über 100 Helfer im Einsatz und bürokratische Hürden
Ohne die mehr als 100 Helfer, die dem Verein die Treue halten, wäre das Event undenkbar. Auch die 40 Vereinsmitglieder waren voll eingebunden – allein am Wettkampftag mussten sämtliche Streckenposten besetzt sein, deren Tag bereits in aller Frühe mit Einweisungen begann. Trotz Unterstützung durch die Stadt Lübtheen blieben bürokratische Auflagen nicht aus. So mussten kurzfristig zahlreiche Aschenbecher aufgestellt werden, nachdem die Natur- und Umweltschutzgruppe NGG im Vorjahr Tausende Zigarettenkippen eingesammelt hatte. Hinweisschilder wiesen auf die Giftigkeit der Stummel hin.
Kritik an Umweltauflagen von Sponsorenseite
Unternehmer Jürgen Baumgarten, ehemals aktiver Fahrer und langjähriger Sponsor der Rennen, zeigte sich skeptisch gegenüber der Aschenbecher-Aktion. Bei einer Freiluftveranstaltung dieser Größenordnung halte er dies für wenig sinnvoll. Zwar sei es wünschenswert, dass jeder Raucher seine Kippen ordentlich entsorge, doch trotz aller Appelle würden viele diesem Aufruf nicht folgen. Baumgarten unterstützt die Ostermontags-Rennen seit Jahren und betont die Bedeutung solcher Events für die Region.
Insgesamt bot der Ostermontag in Lübtheen ein packendes Motocross-Erlebnis, das die Mühen der Vorbereitung und die Herausforderungen der Organisation mehr als wettmachte. Die enge Verbindung von Tradition, Sport und Gemeinschaftsgeist prägte einmal mehr diesen Höhepunkt im Kalender der Motorsport-Fans.



