Boris Becker beendet seine Trainer-Karriere: Ein Kapitel schließt sich
Die deutsche Tennis-Legende Boris Becker hat eine wegweisende Entscheidung für seine berufliche Zukunft getroffen. Bei den Laureus World Sports Awards gab der 58-Jährige bekannt, dass er seine Tätigkeit als Vollzeit-Trainer beenden wird. Diese Ankündigung markiert das Ende einer Ära, in der Becker unter anderem den Weltstar Novak Djokovic zu sechs Grand-Slam-Titeln führte.
Familie und Medienarbeit im Fokus
Als Hauptgrund für seinen Rückzug aus dem Trainer-Zirkus nannte Becker seine familiären Verpflichtungen. „Ich habe Familienzuwachs bekommen – das alles nimmt viel Zeit in Anspruch“, erklärte der dreifache Wimbledon-Sieger. Gleichzeitig betonte er, dass er neue berufliche Wege einschlagen möchte, die stärker im Medienbereich angesiedelt sind. Dort ist Becker bereits seit Jahren als Experte und Kommentator aktiv.
„Das könnte ich nicht tun, wenn ich wieder als Coach in Vollzeit arbeiten würde“, so Becker weiter. Trotz zahlreicher Anfragen von Spielern, die ihn als Trainer verpflichten wollten, hat der Deutsche alle Angebote abgelehnt. Er möchte keine Namen nennen, bestätigte aber, dass der Trainer-Markt nach seinen Diensten gefragt habe.
Erfolgreiche Zusammenarbeit mit Djokovic
Besonders prägend war Beckers Zeit als Trainer von Novak Djokovic. Die Zusammenarbeit begann im Dezember 2013 und entwickelte sich trotz anfänglicher Skepsis schnell zu einem Erfolgsduo. Unter Beckers Anleitung stieg Djokovic zur Nummer eins der Welt auf und dominierte die Tennis-Szene mit sechs Grand-Slam-Triumphen.
Die Kooperation endete jedoch überraschend am 6. Dezember 2016, als Djokovic sich in einer sportlichen Krise befand und einen Neuanfang suchte. Zuletzt trainierte Becker den dänischen Nachwuchsstar Holger Rune, bevor er nun endgültig den Trainer-Job an den Nagel hängt.
Weiterhin als Berater verfügbar
Obwohl Becker nicht mehr als Vollzeit-Trainer arbeiten wird, betonte er, dass er sein umfangreiches Wissen weiterhin zur Verfügung stellen möchte. „Ich habe immer gesagt, dass ich offen für Telefonanrufe bin, wenn mich jemand von den Jungs anrufen will“, erklärte der Tennis-Experte. Allerdings unter der Bedingung, dass diese Gespräche diskret bleiben und er nicht auf den Trainingsplatz zurückkehren müsse.
Diese Entscheidung markiert einen bedeutenden Wendepunkt in Beckers Karriere, der nach seiner aktiven Spielzeit zunächst als Trainer und nun verstärkt als Medienpersönlichkeit in Erscheinung tritt. Seine Präsenz in der Tennis-Welt bleibt damit erhalten, wenn auch in veränderter Form.



