Boris Becker beendet Trainer-Karriere endgültig
Der sechsfache Grand-Slam-Sieger Boris Becker hat in einer Medienrunde deutlich gemacht, dass er seine Zeit als Tennis-Trainer hinter sich gelassen hat. Der 58-Jährige schließt eine Rückkehr in den Trainer-Zirkus kategorisch aus und verfolgt stattdessen neue berufliche Wege.
Fokus auf Medienarbeit und Familie
„Ich möchte keine Namen nennen, aber ich wurde oft gefragt, ob ich in den Trainer-Zirkus zurückkehren möchte, habe aber abgelehnt“, erklärte Becker anlässlich der bevorstehenden Laureus World Sports Awards, die am 20. April in Madrid verliehen werden. Der ehemalige Weltranglisten-Erste betonte: „Ich habe andere berufliche Ziele – ich arbeite viel mehr im Medienbereich. Das könnte ich nicht tun, wenn ich wieder als Coach in Vollzeit arbeiten würde.“
Becker, der Mitglied der Laureus Academy ist, blickt auf eine bemerkenswerte Trainerlaufbahn zurück. Nach seiner aktiven Karriere coachte er unter anderem den serbischen Tennis-Star Novak Djokovic und den dänischen Spieler Holger Rune. Zwischenzeitlich übernahm er auch die Position des „Head of Men’s Tennis“ beim Deutschen Tennis Bund.
Beratung nur im Hintergrund
Auch wenn Becker nicht mehr auf dem Trainingsplatz stehen will, steht er für Beratungen im Hintergrund zur Verfügung. „Ich habe immer gesagt, dass ich offen für Telefonanrufe bin, wenn mich jemand von den Jungs anrufen will – und vielleicht haben sie das getan“, so Becker. „Ich teile ihnen immer meine Sichtweise mit. Aber: Ohne, dass A jemand davon weiß. Und B, dass ich auf den Trainingsplatz zurückkehre.“
Der Tennis-Legende betonte, dass er eine wundervolle Zeit als Trainer hatte, aber nun ein neues Kapitel aufschlägt. „Ich habe Familienzuwachs bekommen – das alles nimmt viel Zeit in Anspruch und ich habe einfach andere berufliche Ideen für mein Leben“, erklärte Becker abschließend. Damit setzt der ehemalige Wimbledon-Champion klar auf Medienarbeit und mehr Zeit mit seiner Familie.



