Ein Schulbuchverlag steht in der Kritik, nachdem er mutmaßlich KI-generierte Unterrichtshefte für Inklusionsklassen auf den Markt gebracht hat. Die Hefte enthalten unlösbare Aufgaben und verstörende Zeichnungen, darunter ein Kinderkopf ohne Körper. Die Frage, ob die angegebene Autorin und die Illustratoren tatsächlich existieren, bleibt offen.
Verstörende Inhalte in Lernmaterialien
Ein Schüler aus einer Inklusionsklasse zeigte seinem Lehrer ein Rechenheft mit der Bemerkung: „Iiieh, da liegt ein Kopf im Regal!“ Das Heft stammt von einem bekannten Schulbuchverlag und ist offenbar mit Hilfe Künstlicher Intelligenz erstellt worden. Die Aufgaben sind oft fehlerhaft oder unlösbar, die Illustrationen wirken seltsam und teilweise beängstigend. So ist beispielsweise ein menschlicher Kopf ohne Körper dargestellt, der in einem Regal liegt.
Fehlerhafte Aufgaben und seltsame Zeichnungen
Neben dem Kopf ohne Körper finden sich in den Heften weitere Beispiele für mangelhafte Qualität: Rechenaufgaben, die nicht aufgehen, oder Texte, die grammatikalisch falsch sind. Die Zeichnungen wirken oft unnatürlich und weisen Proportionen auf, die an KI-generierte Bilder erinnern. Eltern und Lehrer sind besorgt über die Qualität des Materials, das eigentlich für den inklusiven Unterricht gedacht ist.
Fragen zur Autorenschaft
Der Verlag gibt auf den Heften eine Autorin und mehrere Illustratoren an. Recherchen legen jedoch nahe, dass diese Personen möglicherweise nicht existieren. Es gibt keine öffentlichen Profile oder Nachweise ihrer Arbeit. Der Verlag selbst schweigt zu den Vorwürfen und verweist auf laufende Prüfungen. Experten vermuten, dass die Hefte vollständig von einer KI erstellt wurden, um Kosten zu sparen.
Reaktionen aus der Bildungsbranche
Bildungsexperten kritisieren den Vorfall scharf. „Solche Materialien dürfen nicht in den Unterricht gelangen“, sagt ein Sprecher des Bildungsministeriums. „Sie untergraben das Vertrauen in Lehrmittel und schaden den Schülern.“ Der Verband der Schulbuchverlage hat eine Untersuchung angekündigt. Elternvertreter fordern eine transparente Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten in Lehrmaterialien.
Der Fall zeigt die Risiken unkontrollierter KI-Nutzung in der Bildung. Während KI Potenzial für personalisierte Lerninhalte bietet, müssen Qualitätssicherung und ethische Standards gewährleistet sein. Der Verlag könnte rechtliche Konsequenzen drohen, falls sich die Vorwürfe bestätigen.



