Blue Origin-Start endet mit Satellitenverlust: Rückschlag für Jeff Bezos' Raumfahrtambitionen
Blue Origin verliert Satelliten bei New-Glenn-Start

Fehlgeschlagene Mission: Blue Origin verliert Satelliten bei Raketenstart

Was als nächster großer Schritt ins All geplant war, endete mit einem herben Rückschlag für das Raumfahrtunternehmen Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos. Beim dritten Start der Schwerlastrakete New Glenn vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ging am Sonntag der Satellit BlueBird 7 verloren.

Satellit in falscher Umlaufbahn ausgesetzt

Zunächst verlief die Mission nach Angaben von Blue Origin routiniert: Der Start glückte, alle Systeme arbeiteten planmäßig, und auch die Trennung des Satelliten vom Kommunikationsunternehmen AST SpaceMobile erfolgte erfolgreich. BlueBird 7 fuhr seine Systeme hoch, doch dann zeigte sich das fatale Problem: Die erreichte Bahnhöhe im Erdorbit war deutlich zu niedrig, um die Mission erfüllen zu können.

Der Satellit wurde daraufhin kontrolliert zum Absturz gebracht und gilt damit als vollständig verloren. Die Ursache für den Fehlschlag lag offenbar bei der Oberstufe der Rakete, die den Satelliten nicht in die vorgesehene Umlaufbahn bringen konnte. Der finanzielle Schaden muss noch genau beziffert werden, bewegt sich aber sicher im Millionenbereich.

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Spürbarer Rückschlag für AST SpaceMobile

Für das Kommunikationsunternehmen AST SpaceMobile bedeutet der Verlust von BlueBird 7 einen erheblichen Dämpfer. Das Unternehmen arbeitet intensiv am Aufbau eines innovativen satellitengestützten Mobilfunknetzes, das gewöhnliche Smartphones ohne spezielle Hardware erreichen soll. BlueBird 7 sollte dabei ein wichtiger Baustein sein.

In diesem hoch kompetitiven Markt herrscht ein harter Wettbewerb zwischen verschiedenen Raumfahrtunternehmen. Neben Blue Origin und AST SpaceMobile verfolgen auch SpaceX mit seinem Starlink-Projekt und Amazon mit dem Kuiper-Vorhaben ähnliche ambitionierte Pläne für satellitengestützte Kommunikationsnetze.

Teilerfolg trotz Satellitenverlust

Trotz des verlorenen Satelliten bewertet Blue Origin die Mission als teilweisen Erfolg. Die erste Stufe der New-Glenn-Rakete landete planmäßig und konnte damit erfolgreich geborgen werden – ein entscheidender Beweis für die Wiederverwendbarkeit des Trägersystems. Nach Unternehmensangaben handelte es sich dabei sogar um den ersten Flug einer bereits zuvor eingesetzten New-Glenn-Erststufe.

Dieser technische Meilenstein gilt als wichtiger Schritt für die künftige Wirtschaftlichkeit von Raketenstarts und stärkt die Wettbewerbsposition gegenüber etablierten Anbietern wie SpaceX. Gleichzeitig zeigt der Vorfall jedoch deutlich, dass sich die New-Glenn-Rakete noch in einer frühen Einsatzphase befindet und technische Herausforderungen bei der Oberstufe im kommerziellen Raumfahrtgeschäft schwer wiegen können.

Die Raumfahrtbranche beobachtet die weiteren Entwicklungen bei Blue Origin mit Spannung, während das Unternehmen die Ursachen für den Satellitenverlust genau analysiert und an Lösungen für künftige Missionen arbeitet.

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