Neues DLR-Institut in Neustrelitz erforscht das Weltraumwetter
In Neustrelitz nimmt eine bedeutende Forschungseinrichtung ihre Arbeit auf: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eröffnet am kommenden Mittwoch sein neues Institut für Solar-Terrestrische Physik. Die feierliche Eröffnung wird von hochrangigen Gästen begleitet, darunter die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Anke Kaysser-Pyzalla und die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD).
Forschung für den Schutz kritischer Infrastrukturen
Das Institut widmet sich der Erforschung der Wechselwirkungen zwischen der Sonnenaktivität und dem Erdsystem. Sonnenstürme stellen eine reale Gefahr dar, da sie Kommunikations- und Navigationssatelliten im Orbit sowie wichtige technische Infrastrukturen auf der Erde beschädigen oder sogar lahmlegen können. Dieses Phänomen wird als Weltraumwetter bezeichnet.
Die Antennenanlagen des DLR in Neustrelitz, die wie riesige Pilze in den Nachthimmel ragen, werden künftig eine zentrale Rolle bei der Beobachtung dieser Phänomene spielen. Das primäre Ziel der Forschung ist die zeitnahe, genaue und zuverlässige Vorhersage des Weltraumwetters.
Bedeutung für Gesellschaft und Standort
Zur Eröffnung ist eine Diskussionsrunde geplant, die die Bedeutung der Weltraumwetter-Forschung für verschiedene Bereiche beleuchtet:
- Die Sicherheit von Infrastrukturen im Weltraum und auf der Erde
- Den Schutz von Stromnetzen und Kommunikationssystemen
- Die Stärkung der Forschungslandschaft in Deutschland
- Die Entwicklung des Standorts Neustrelitz als Wissenschaftszentrum
Die Forschungsergebnisse sollen dazu beitragen, kritische Systeme besser zu schützen und Ausfälle durch Sonnenstürme zu minimieren. Dies kommt nicht nur der Raumfahrt, sondern auch alltäglichen Technologien auf der Erde zugute.



