Lyriden-Maximum heute Nacht: So sehen Sie die besten Sternschnuppen über Deutschland
Lyriden-Maximum: Heute Nacht Sternschnuppen über Deutschland

Lyriden erreichen ihr Maximum: Heute Nacht nach Sternschnuppen gucken!

Sternschnuppen-Fans in Deutschland können sich auf ein besonderes Himmelsereignis freuen. In der Nacht zu Mittwoch und der Nacht zu Donnerstag erreichen die Lyriden ihr jährliches Maximum und bieten ein faszinierendes Schauspiel am Nachthimmel.

Das astronomische Phänomen der Lyriden

Die Lyriden stammen vom Kometen Thatcher, dessen Staubspur die Erde jedes Jahr im April durchquert. Dr. Monika Staesche, Direktorin des Berliner Planetariums am Insulaner, erklärt: "Die Erde fliegt durch diese Staubwolke. Dabei verglühen die Reste dieses Kometen, die so groß wie ein Reiskorn sind, in der Erdatmosphäre." Dieser Vorgang erzeugt die leuchtenden Sternschnuppen, die wir am Himmel bewundern können.

Die Geschwindigkeit dieser Himmelskörper ist beeindruckend. Dr. Björn Voss, Direktor des Planetariums Hamburg, beschreibt: "Die so entstehenden Sternschnuppen sind 49 Kilometer pro Sekunde schnell." Das entspricht etwa dem 140-fachen der Schallgeschwindigkeit.

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Optimale Beobachtungsbedingungen

Das Maximum der Lyriden wird rechnerisch am Mittwochabend erwartet. Ab Mitternacht steht der sogenannte Radiant – der Ausstrahlungspunkt der Sternschnuppen – hoch genug am Himmel, um gute Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Dieser Punkt befindet sich zwischen dem Herkules-Viereck und dem Sternbild Leier (lateinisch: Lyra).

Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde gibt eine konkrete Prognose: "Bei wolkenlosem Himmel ist es möglich, 15 bis 20 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen." Die Bedingungen sind in diesem Jahr besonders günstig, da der Mond kaum zu sehen ist – nur eine dünne Neumond-Sichel. Dadurch leuchten die Sternschnuppen besonders hell und sind besser sichtbar.

Wo und wie Sie die Sternschnuppen am besten sehen

Laut Deutschem Wetterdienst stehen die Chancen auf Sichtungen in großen Teilen Deutschlands gut. Besonders klare Sichtverhältnisse werden südlich des Harzes, in der Mitte und im Süden des Landes erwartet. In Norddeutschland könnten vereinzelt Wolken- und Nebelfelder die Sicht beeinträchtigen.

Experte Uwe Pilz gibt praktische Tipps für die Beobachtung:

  • Der Himmel muss dunkel sein – am besten fährt man raus aus der Stadt oder ins Gebirge
  • Man benötigt keine speziellen Instrumente, einfach in den Himmel schauen
  • Optimal liegt man flach auf dem Boden, zum Beispiel im Schlafsack auf einer Isomatte
  • Die beste Beobachtungszeit ist von Mitternacht bis zum Einsetzen der Morgendämmerung

Wichtig ist auch die richtige Kleidung: Sternschnuppen-Fans sollten sich warm anziehen, denn nachts gibt es derzeit noch Frost in Deutschland.

Ein Himmelsspektakel für alle

Die Lyriden bieten nicht nur Astronomie-Enthusiasten ein besonderes Erlebnis. Auch für Familien und alle, die sich für Naturphänomene interessieren, lohnt sich der Blick in den Nachthimmel. Die Sternschnuppen sind in den Nächten vor und nach dem Maximum ebenfalls sichtbar, wenn auch in geringerer Anzahl.

Eine kalte, sternklare Nacht voller Sternschnuppen kann ein wunderschönes Naturerlebnis sein. Nutzen Sie die Gelegenheit und genießen Sie das faszinierende Schauspiel am Himmel über Deutschland.

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