Frühjahrsputz in Lychen: Gemeinsam für ein sauberes Stadtbild und starken Zusammenhalt
Lychener Frühjahrsputz: Gemeinsam für saubere Stadt

Frühjahrsputz in Lychen: Gemeinsam für ein sauberes Stadtbild und starken Zusammenhalt

Frühjahrsputz: Zeit, die Spuren des Winters verschwinden zu lassen und all das, was das hellere Licht an den Tag bringt. In Lychen ist dies seit einigen Jahren auf unterschiedliche Weise auch Gelegenheit, gemeinsam aktiv zu werden, miteinander beim Fegen, Harken und Müllsammeln ins Gespräch zu kommen und im besten Sinne Spuren zu hinterlassen. Als sich die Akteure am Sonnabend nach einem sonnigen „Lychen putzt sich heraus“ und leergegessenen Suppenschüsseln verabschiedeten, leuchteten Tulpen ein bisschen heller.

Organisation und Beteiligung der Bürger

Cindy Barleben und Clemens Hoff hatten die Aktion zum zweiten Mal organisiert. Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr war für beide schnell klar, dass es eine Fortsetzung geben soll. Vom Markt aus, ausgestattet mit hilfreichen Hinweisen des Bauhofs, mit Werkzeug, Mülltüten und gelben Westen mit dem Motto des Tages, starteten die Grüppchen zu Straßenrändern, Blumenbeeten und Spielplätzen. Längst nicht alle waren zum offiziellen Startschuss gekommen, sondern hatten einfach losgelegt, in den Ortsteilen zum Beispiel, wo ebenfalls geputzt wurde.

Historische Wurzeln und neue Initiativen

Ganz neu ist die Idee eines gemeinsamen Frühjahrsputzes in Lychen nicht. Vor 14 Jahren hatte es unter dem Motto „Lychen blüht auf“ eine große Gemeinschaftsaktion gegeben, als tausende Blumenzwiebeln gesetzt, Beete hergerichtet und Grünflächen gepflegt wurden. Inzwischen haben neue Akteure die Initiative übernommen, ein gutes Zeichen und Anlass, dass immer wieder Menschen und ihre Lebensgeschichten aufeinandertreffen.

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Engagierte Helfer und ihre Motivation

Cindy Altenau lässt ihren versierten Blick über die Rabatten am Markt schweifen und gibt Matthias Kluckert kurz einen Hinweis auf die Frage: Blume oder kann das weg? Die Rutenbergerin arbeitet auf dem Templiner Wirtschaftshof und ist mit viel Freude bei Aktionen in ihrer Heimatstadt dabei: „Das macht Spaß, man sieht, was man geschafft hat. Ob hier beim Frühjahrsputz oder bei den Baumpflanz-Aktionen“. So kümmert sie sich als Mitglied im neuen Förderverein für das Alte Kino ehrenamtlich um die dortigen Außenanlagen.

Unterstützung von Stadt und Bürgermeisterin

Auf dem Spielplatz an der Schäferwiese schwingt Bürgermeisterin Karola Gundlach den Laubbesen und befreit Tulpenknospen und Blumenstauden vom welken Laub. Die Putzaktion komme genau zum richtigen Zeitpunkt, ein krankheitsbedingter Ausfall der Stadtgärtnerin sei nicht zu übersehen. Harald Waltrich vom städtischen Bauhof, der den Teilnehmern der Putzaktion logistische Hinweise gegeben hatte und später die Müllsäcke im Stadtgebiet einsammeln würde, war mit seinen Kollegen an der Freifläche an der Gartenstraße aktiv.

Generationenübergreifende Beteiligung

Eifrig mittendrin der vierjährige Pelle. Seine Mutter Nicole sieht darin mehr als nur Hilfe: Es gehe auch um Vorbildwirkung. Insgesamt, so meint sie, hätten durchaus noch mehr Kinder dabei sein können. Die Altersspanne der Helfer war dennoch groß – von „alten“ Lychenern bis zur gerade vier Wochen alten Paula, die im Tragetuch von Mama Juliane Primus den ersten Frühjahrsputz in ihrer Heimatstadt entspannt verschlief.

Gemeinsamer Abschluss und nachhaltige Wirkung

Zur Mittagszeit kehrten die Gruppen auf den Marktplatz zurück. Dort warteten warme Suppen, zubereitet in den Töpfen der Initiatoren und in der Asylbewerberunterkunft „Sonnenhof“. Ein ebenso schöner wie wichtiger Bestandteil der Aktion: Nach getaner Arbeit kommt man zusammen, tauscht sich aus und lässt den Vormittag gemeinsam ausklingen. Zurück bleibt nicht nur ein aufgeräumtes Stadtbild, sondern auch das Gefühl, gemeinsam Verantwortung für den eigenen Ort zu übernehmen.

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