Schocknacht in Gallin: Radlader-Vandalismus bringt Agrargenossenschaft an den Rand einer Katastrophe
In einer dramatischen Nacht schrammte die Agrargenossenschaft Mühlanger in Gallin nur haarscharf an einer verheerenden Tragödie vorbei. Ein bislang unbekannter Täter drang in den frühen Morgenstunden des Samstags auf das Gelände ein und richtete mit einem Radlader massiven Schaden im Jungrinderstall an.
Alarmierende Entdeckung mitten in der Nacht
Lutz Fechner, Vorstandsmitglied der Agrargenossenschaft, wurde gegen 3 Uhr nachts durch einen besorgniserregenden Anruf des Werkstattmeisters geweckt. Das Sicherheitssystem im Stall der Jungrinder hatte Alarm ausgelöst. „Ich ging zunächst von einem einfachen Einbruch aus“, berichtet Fechner im Gespräch. Doch die Realität vor Ort übertraf alle schlimmsten Befürchtungen.
Was Fechner bei seiner Ankunft sah, versetzte ihn in blankes Entsetzen. Der Täter hatte mit dem Radlader eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Besonders erschreckend: Die Fütterungsmaschinen für die Kälber waren umgeworfen und schwer beschädigt worden. Diese Geräte sind für die regelmäßige Versorgung der Jungtiere unverzichtbar.
Knapp einer Katastrophe entgangen
Die Situation hätte deutlich schlimmer enden können, betonen die Verantwortlichen der Genossenschaft. Durch die Zerstörung der Fütterungstechnik war die Grundversorgung der Kälber unmittelbar gefährdet. Nur das schnelle Eingreifen der Landwirte verhinderte Schlimmeres.
Was die Landwirte besonders schockiert, ist die gezielte Brutalität der Tat. Nicht nur Sachwerte wurden beschädigt – das Wohl der Tiere stand auf dem Spiel. Die psychische Belastung für das gesamte Team der Agrargenossenschaft ist enorm, nachdem sie eine solche Nacht durchleben mussten.
Folgen für den Betrieb
Der materielle Schaden ist beträchtlich, doch weitaus schwerer wiegt die emotionale Komponente. Die Landwirte fühlen sich in ihrer Arbeit und ihrem Engagement angegriffen. Die Genossenschaft muss nun nicht nur die zerstörte Technik ersetzen, sondern auch das Sicherheitskonzept überarbeiten.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen, die in der fraglichen Nacht verdächtige Beobachtungen gemacht haben könnten. Die Agrargenossenschaft hofft auf eine schnelle Aufklärung der Tat, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.
Eines steht fest: Die Schocknacht in Gallin wird allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben. Die Genossenschaft zeigt sich dennoch entschlossen, ihren Betrieb für die Versorgung der Tiere und die regionale Landwirtschaft aufrechtzuerhalten.



