Buckelwal vor Poel weiterhin gestrandet - Rettungsversuche laufen
Buckelwal vor Poel weiterhin gestrandet

Buckelwal vor Poel weiterhin in flachem Wasser gestrandet

Der vor der Insel Poel im flachen Wasser liegende Buckelwal hat sich bis zum Morgen nicht erneut losgeschwommen. Auf Livestreams im Internet ist deutlich zu erkennen, dass das tonnenschwere Tier weiterhin am Ausgang der Kirchsee genannten Bucht in der Nähe des Fahrwassers liegt und regelmäßig atmet. Auch seine als Flipper bezeichneten Brustflossen bewegt das imposante Meeressäugetier aktiv.

Nächtliche Beobachtungen durch Minister und Experten

In der Nacht näherte sich Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) gemeinsam mit Fachleuten der Landesfischereiaufsicht dem gestrandeten Wal bis auf etwa 500 Meter. „Der Wal liegt ruhig“, berichtete der Minister anschließend der Deutschen Presse-Agentur. Die Experten beobachteten das Tier genau, konnten jedoch keine unmittelbare Lösung für die schwierige Situation finden.

Die Flipper des Wals tauchen immer wieder aus dem heute deutlich niedrigeren Wasser auf, was auf fortgesetzte Aktivitäten hindeutet. Allerdings reichen diese Bewegungen offenbar nicht aus, um das massive Tier aus der flachen Bucht zu befreien. Die Situation bleibt damit weiterhin kritisch und besorgniserregend für alle Beteiligten.

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Wechselhafte Versuche der Eigenbefreiung

Bereits am Vortag hatte der Buckelwal bei steigendem Wasserstand in der Bucht zunächst Hoffnung auf eine erfolgreiche Eigenbefreiung gemacht. Das Tier schwamm sich frei, lag jedoch nur zwei Stunden später erneut in dem vielerorts hüfttiefen Wasser fest. Am Abend waren dann noch einmal deutliche Bewegungen des Wals in Richtung der tiefen Fahrrinne zu beobachten – doch schließlich ruhte das erschöpfte Tier wieder.

Die anhaltende Strandung stellt eine erhebliche Belastung für den Wal dar. Experten befürchten gesundheitliche Folgen durch den längeren Aufenthalt im ungeeigneten flachen Gewässer. Die Rettungsbemühungen konzentrieren sich nun darauf, dem Tier möglichst schonend zu helfen, ohne es zusätzlich zu stressen oder zu gefährden.

Die genauen Gründe für die anhaltende Strandung sind noch nicht vollständig geklärt. Möglicherweise spielen Navigationsprobleme, gesundheitliche Einschränkungen des Wals oder besondere Gezeitenverhältnisse eine Rolle. Die zuständigen Behörden und Tierschutzorganisationen beobachten die Entwicklung weiterhin mit größter Aufmerksamkeit.

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