Gestrandeter Buckelwal in Ostsee: Rettungsinitiative setzt Vorbereitungen fort
Gestrandeter Buckelwal: Rettungsinitiative setzt Vorbereitungen fort

Gestrandeter Buckelwal in Ostsee: Rettungsinitiative setzt Vorbereitungen fort

Ein zwölf Tonnen schwerer Buckelwal liegt bereits seit 19 Tagen in der Kirchsee in der Wismarer Bucht vor der Insel Poel. Die private Rettungsinitiative plant, ihre Arbeiten am Samstagmorgen fortzusetzen, nachdem am Freitag erste Probespülungen durchgeführt und zusätzliches Material herbeigeschafft wurde. Walter Gunz, Mitgründer von Mediamarkt, der die Aktion gemeinsam mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert, räumte jedoch ein: „Wir sind einen Tag hinten dran“.

Zeitplan hängt vom Zustand des Wals ab

Ob die eigentliche Rettungsaktion am Samstag beginnen kann oder ob es bei weiteren Vorbereitungsarbeiten bleibt, ist noch unklar. Eine Mitarbeiterin der privaten Initiative betonte, dass sich der Zeitplan nach dem Befinden des geschwächten Tieres richten müsse. Am Freitagmorgen hatte der Buckelwal mit heftigen Bewegungen auf einen sich nähernden Taucher reagiert, wie in Livestreams zu sehen war. Das Tier schlug kräftig mit seiner Schwanzflosse, der Fluke, und drehte sich um fast 90 Grad, bevor es sich nach wenigen Minuten wieder beruhigte.

Komplexer Rettungsplan mit Pontons und Plane

Der Rettungsplan sieht vor, den Wal auf einer speziellen Plane zwischen zwei Pontons in Richtung Nordsee zu transportieren. Um die Plane unter das etwa zwölf Tonnen schwere Tier zu bringen, muss dieses zunächst mit Luftkissen angehoben werden, wofür zuvor Schlick weggespült werden muss. Fred Babbel, Chef des beauftragten Tauchunternehmens, erklärte, dass die Pontons von einem Schlepper gezogen und so angeordnet werden sollen, dass eine Freifläche von sechs mal zwölf Metern entsteht. „Da drin wird der Wal sich dann ja aufhalten“, so Babbel. Messungen des Umweltministeriums ergaben, dass der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch ist.

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Fachleute warnen vor weiteren Eingriffen

Wissenschaftler, Behördenvertreter und Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen sind sich nach umfassender Prüfung einig, dass der Wal dringend Ruhe benötigt und weitere Eingriffe massive Schäden verursachen könnten. Sie betonen, dass der Buckelwal orientierungslos sowie so geschwächt und geschädigt sei, dass er die Heimreise wahrscheinlich nicht überstehen würde. Diese Warnungen stehen im Kontrast zu den Bemühungen der privaten Initiative, die trotz der Herausforderungen an ihrem Rettungsplan festhält.

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