Koala-Tausch zwischen Dresden und Duisburg: Abschied und Neubeginn
Im Dresdner Zoo stehen bedeutende Veränderungen bei den Koalas an. Das im November 2024 geborene Koala-Jungtier Kiri verlässt die sächsische Landeshauptstadt und zieht nach Nordrhein-Westfalen um. Gleichzeitig kommt mit Kamaroo ein neues männliches Tier aus dem Zoo Duisburg nach Dresden, um für Nachwuchs zu sorgen.
Kiri wird flügge und zieht in den Westen
Das fast eineinhalb Jahre alte Koala-Weibchen Kiri hat sich laut Zoo-Angaben zu einer selbstständigen jungen Dame entwickelt und ist bereit, eigene Wege zu gehen. Bisher lebte sie gemeinsam mit ihrer Schwester Janali und Mutter Eerin in Dresden. Nachdem sie im Mai 2025 erstmals aus dem Beutel ihrer Mutter gelugt hatte, steht nun der Umzug in den Zoo Duisburg an.
Zur Eingewöhnung wird Kiri von einem vertrauten Tierpfleger begleitet, der sie seit langem kennt. In Duisburg wird sie künftig mit mehreren Koala-Weibchen zusammenleben und sich in ihrer neuen Umgebung einleben.
Kamaroo soll in Dresden für Nachwuchs sorgen
Als Gegenleistung für Kiris Weggang erhält der Dresdner Zoo mit Kamaroo ein fast vier Jahre altes Koala-Männchen aus Duisburg. Dieser Neuzugang ist von besonderer Bedeutung, da der letzte männliche Koala in Dresden Anfang Januar wegen eines Tumors eingeschläfert werden musste.
Koalas sind in Australien heimische Beuteltiere, die sich fast ausschließlich von Eukalyptusblättern ernähren. Die Männchen gelten als Einzelgänger, weshalb Kamaroo räumlich getrennt von den beiden weiblichen Koalas Janali und Eerin untergebracht wird.
„Sie können sich jedoch hören, sehen und riechen“, betont der Zoo Dresden. „Koala-Männchen und Weibchen treffen nur zur Paarung aufeinander und anschließend trennen sich ihre Wege wieder.“ Der neue Bewohner soll ab dem ersten Maiwochenende für die Besucher in Dresden zu sehen sein.
Dieser Tausch zwischen den Zoos in Dresden und Duisburg dient nicht nur dem Wohl der Tiere, sondern auch der Arterhaltung und Zuchtplanung. Durch solche Kooperationen können Zoos ihre Bestände gesund und genetisch vielfältig halten.



