Schweizer Kreuzfahrtschiff leitet ungeklärtes Abwasser in die Donau bei Passau ein
Ein Flusskreuzfahrtschiff unter Schweizer Flagge hat am Samstag in Passau ungeklärtes Abwasser in die Donau eingeleitet. Beamte der Wasserschutzpolizei bemerkten, als das Schiff im Hafen lag, dass aus einem seitlichen Rohr eine bräunliche Flüssigkeit in den Fluss lief. Daraufhin stoppten sie das Schiff umgehend für eine Kontrolle.
Technischer Defekt an der Kläranlage als mutmaßliche Ursache
Nach Angaben der Polizei soll es an der Kläranlage des Schiffes einen technischen Defekt gegeben haben, der zur Einleitung des Abwassers führte. Die eingeleiteten Abwässer überschritten die zulässigen Grenzwerte deutlich, was zu einer umweltrechtlichen Straftat führte. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft den genauen Hergang des Vorfalls.
Schiff durfte nach Verplombung der Anlage weiterfahren
Die Wasserschutzpolizei verplombte die defekte Kläranlage des Schiffes, um weitere Einleitungen zu verhindern. Anschließend durfte das Flusskreuzfahrtschiff mit seinen 130 Gästen die Reise fortsetzen. Dennoch bleibt der Vorfall ein schwerwiegender Verstoß gegen Umweltauflagen, der rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte.
Die Donau als bedeutender europäischer Fluss ist besonders schützenswert, und solche Vorfälle unterstreichen die Notwendigkeit strenger Kontrollen. Die Behörden betonen, dass sie solche Verstöße konsequent verfolgen werden, um die Wasserqualität und das ökologische Gleichgewicht zu erhalten.



