Bafög und Werkstudium: Berufserfahrung wird zur finanziellen Falle
Bafög und Werkstudium: Berufserfahrung wird zur Falle

Ein Werkstudium gilt als ideale Möglichkeit, um während des Studiums praktische Erfahrungen zu sammeln und sich auf dem Arbeitsmarkt zu positionieren. Doch für viele Bafög-Empfänger wird dieser Schritt zur finanziellen Zwickmühle: Wer zu viel verdient, dem wird die staatliche Unterstützung gekürzt. Die Folge ist, dass Studierende trotz höherer Arbeitsstunden nicht mehr Geld zur Verfügung haben – im schlimmsten Fall sogar weniger.

Das Dilemma der Werkstudierenden

Das Bafög-System bestraft faktisch diejenigen, die frühzeitig Berufserfahrung sammeln möchten. Denn die Einkommensgrenze, bis zu der ein Student ohne Abzüge arbeiten darf, ist niedrig angesetzt. Überschreitet man diese, wird das Einkommen auf den Bafög-Bedarf angerechnet. Dies führt dazu, dass viele Studierende ihre Arbeitszeit bewusst reduzieren oder auf fachbezogene Jobs ganz verzichten, um keine finanziellen Einbußen zu riskieren.

Warum Berufserfahrung dennoch unverzichtbar ist

Dabei sind es gerade die jungen Akademiker, die dringend auf praktische Erfahrungen angewiesen sind. Arbeitgeber erwarten heute nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch nachweisbare Kenntnisse aus der Praxis. Ein Werkstudium kann hier die Brücke zwischen Studium und Beruf schlagen. Wer diese Chance nicht nutzt, läuft Gefahr, nach dem Abschluss im Bewerbungsprozess benachteiligt zu sein.

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Die Politik ist gefordert, hier nachzubessern. Eine Anhebung der Freibeträge oder eine flexiblere Anrechnung von Einkommen könnte das Problem entschärfen. Bis dahin müssen Studierende genau kalkulieren, ob sich ein Werkstudium für sie lohnt – oder ob sie lieber auf andere Nebenjobs ausweichen, die weniger mit dem Fach zu tun haben, aber finanziell stabiler sind.

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