München – Am Dienstagabend müssen die Bayern im Halbfinal-Hinspiel der Champions League (21 Uhr/Amazon Prime Video) bei Paris Saint-Germain ran. Cheftrainer Vincent Kompany (40) wird dann nicht dabei sein. Der Belgier darf aufgrund seiner Gelbsperre nicht an der Seitenlinie stehen, sondern muss in einer Box sitzen. Vor dem Abflug nach Frankreich äußerte sich Sportvorstand Max Eberl (52) zum Fehlen des Meister-Trainers und seinem Frust.
„Er wäre 1000 Mal lieber an der Linie“
Auf Nachfrage, ob es denn schlimm sei, dass Kompany nicht dabei ist, antwortete Eberl: „Es ist für ihn wahrscheinlich schlimm, weil er nicht an der Außenlinie sein kann und er wird sehen, wie es mir geht, wenn ich auf der Tribüne sitze, wo man sich dann doch oft etwas anders benehmen muss, als wenn man unten an der Seitenlinie stehen kann. Es ist schade, da brauchen wir nicht drum herumreden. Wir wollen es auch nicht zum großen Thema machen. Er würde tausendmal lieber an der Außenlinie stehen als irgendwo oben auf der Tribüne in der Box zu sitzen. Es ist jetzt so. Er ist ein unfassbarer Trainer und wird auch damit umgehen und wird trotzdem seinen Einfluss geltend machen, wo er es machen kann.“
Und weiter: „Für die Mannschaft ist das jetzt egal. Vincent Kompany ist unser Cheftrainer. Wir hätten gerne alle an Bord gehabt. Jetzt ist es so, dass er gesperrt ist. Damit haben wir uns abgefunden.“
Ersetzt wird Kompany durch seinen Co-Trainer Aaron Danks (42), der schon beim Abschlusstraining zumindest in den für die Medien öffentlichen 15 Minuten hauptsächlich die Anweisungen gab. Über den erfahrenen Assistenten sagte der Sportchef: „Sie ticken alle ganz ähnlich im Trainerstab. Dementsprechend weiß jeder die Dinge, die wir umsetzen wollen, defensiv wie offensiv. Er ist ein super smarter Typ neben dem Trainingsplatz. Wenn ich ihn als Assistenztrainer miterlebe, ist er im Spiel schon mit Herz und Seele dabei.“
Kompany darf keinen Kontakt zur Mannschaft haben
Kompany darf im Prinzenpark übrigens keinen Kontakt zur Mannschaft haben! Der Cheftrainer wird rund 90 Minuten vor Spielbeginn gemeinsam mit dem Team im Bus zum Stadion fahren. Hier könnte er noch eine letzte Ansprache halten. Ab dem Moment, in dem der Bus am Stadion parkt, muss Kompany sich aber vom Team trennen und darf nicht in die Kabine! In Artikel 69 der „Uefa Disciplinary Regulations“ heißt es: „Darüber hinaus darf ein Teammanager/Trainer oder ein anderer Teamfunktionär, der von der Ausübung seiner Funktion suspendiert wurde, weder vor noch während des Spiels die Umkleidekabine oder den Spielertunnel betreten.“
Eberl: „Er kann nach Spielende wieder runter. Die anderen Jungs werden es machen.“ Nach BILD-Informationen werden Uefa-Mitarbeiter während des gesamten Spiels kontrollieren, dass die Sperre eingehalten wird.



