Jobcenter Prignitz eröffnet im historischen Wittenberger Bahnhofsgebäude
Jobcenter zieht in historischen Bahnhof Wittenberge

Neue Heimat im historischen Gemäuer: Jobcenter Prignitz bezieht sanierten Bahnhof

Das frisch renovierte Bahnhofsgebäude in Wittenberge erwacht zu neuem Leben: Als erster Mieter hat das Jobcenter Prignitz seine Pforten im historischen Gemäuer geöffnet. Ab sofort empfangen Geschäftsführer Gordon Werber und seine rund 35 Mitarbeiter die etwa 3000 Kunden in den denkmalgeschützten Räumen.

Letzte Handgriffe vor dem Start

Noch sind nicht alle Arbeiten vollständig abgeschlossen – eine Glastür im Eingangsbereich fehlt ebenso wie die endgültige Verlegung einiger Kabel. Dennoch konnte das Jobcenter pünktlich am Montag seinen Betrieb im sanierten Bahnhofsgebäude aufnehmen. Der Umzug aus dem Gewerbegebiet Süd an den zentral gelegenen Bahnhof bringt deutliche Verbesserungen für die Kundschaft.

Barrierefreiheit und bessere Erreichbarkeit

Besonders für Besucher aus den Gemeinden Karstädt und Plattenburg bedeutet der neue Standort eine wesentlich bessere Erreichbarkeit. Ein entscheidender Fortschritt ist die nun vollständige Barrierefreiheit des Gebäudes, die allen Kundengruppen den Zugang erleichtert. Während das kunstvolle Treppengeländer noch saniert wird, gelangen Besucher vorübergehend per Aufzug in die Obergeschosse.

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Historisches Ambiente mit moderner Funktion

Das Jobcenter bezieht den ältesten Teil des Bahnhofsgebäudes, der bereits 1846 errichtet wurde. Architektin Bärbel Kannenberg hat bewusst Elemente der Bahnhofsgeschichte in die Gestaltung integriert. Die Bänke im Wartebereich erinnern an eine klassische Bahnhofshalle, während grüne Tresen und speziell ausgewählte Lampen den historischen Geist des Gebäudes bewahren.

Positive Stimmung im neuen Arbeitsumfeld

„Der Charme des Gebäudes nimmt einen ein und gibt positive Energie“, schwärmt Mitarbeiterin Jana Altrock. Die anfängliche Wehmut über den Umzug sei vollständig der Begeisterung gewichen. „Ich schaue nur in lächelnde Gesichter“, bestätigt die Teamleiterin die positive Stimmung im gesamten Team.

Effiziente Umzugslogistik und nachhaltige Ausstattung

Neue Büromöbel musste die Behörde nicht anschaffen – im Gegenteil: Durch die vor etwa zehn Jahren eingeführte elektronische Akte konnten veraltete Möbelstücke entsorgt werden. Dennoch transportierten Umzugshelfer etwa 1000 Schreibtische, Stühle und Aktenschränke zum neuen Standort. Ein besonderes Highlight ist der sogenannte Lichtflur, bei dem Tageslicht durch eine große Dachluke bis ins Erdgeschoss fällt und für eine helle, einladende Atmosphäre sorgt.

Beitrag zum sozialen Frieden

Architektin Kannenberg betont die psychologische Wirkung der lichtdurchfluteten Räume: Gerade für Menschen in prekären Lebenssituationen soll die freundliche Bauweise zum sozialen Frieden beitragen. Das Jobcenter betreut überwiegend Empfänger von Bürgergeld nach dem Sozialgesetzbuch II. Im März gehörten im Landkreis Prignitz etwa 70 Prozent aller Arbeitslosen – insgesamt 2205 Personen – zu dieser Gruppe.

Mit dem Einzug ins Bahnhofsgebäude schafft das Jobcenter Prignitz nicht nur eine funktionale Anlaufstelle, sondern verbindet historisches Erbe mit moderner Sozialarbeit an einem zentralen und gut erreichbaren Standort.

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