St. Pauli in der Kader-Klemme: Blessin fehlen Alternativen
St. Pauli: Blessin fehlen Alternativen im Kader

Nach der bitteren Niederlage in Heidenheim steht der FC St. Pauli vor einer schwierigen Aufgabe. Trainer Alexander Blessin (52) hatte nach dem Spiel angekündigt, die Spieler zu finden, die vorangehen. Doch der Coach steckt in einer Kader-Klemme: Die Alternativen sind rar. Am Mittwoch verzichtete der Club auf eine zweite öffentliche Einheit, um sich auf das nächste Endspiel am Sonntag (15.30 Uhr, DAZN) gegen Mainz zu konzentrieren.

Defensive stabil, Offensive das große Problem

Die Defensive der Hamburger steht einigermaßen stabil. Mit 1,6 Gegentoren pro Spiel liegt St. Pauli im Bundesliga-Mittelwert, auf gleicher Höhe mit dem SC Freiburg. Für diesen Mannschaftsteil hat Blessin mit Adam Dzwigala (30) und David Nemeth (25) adäquaten Ersatz auf der Bank. Ganz anders sieht es in der Offensive aus: St. Pauli erspielt sich im Schnitt nur 3,4 Großchancen pro Spiel – der schlechteste Wert der Liga. Auch bei den erwartbaren Toren (xGoals: 28) und den herausgespielten Großchancen (48) belegt das Team untere Plätze. 37 dieser Chancen wurden vergeben – Rang 16. Die Aussicht auf Besserung ist gering, denn mit Mathias Pereira Lage (Kreuzbandriss) und Ricky-Jade Jones (Syndesmosebandriss) fallen zwei Offensivkräfte langfristig aus. Connor Metcalfe (26) konnte bei seinen Einwechslungen keine Impulse setzen, und Martijn Kaars (27) sowie Abdoulie Ceesay (22) zeigten in Heidenheim, warum sie aktuell kaum eine Option sind.

Rückkehrer Smith als Hoffnungsträger

Ein Lichtblick ist die Rückkehr von Eric Smith (29). Der Schwede, der aufgrund einer Wadenverletzung drei Spiele verpasst hatte, spielte in Heidenheim bereits die zweiten 45 Minuten. Torhüter Nikola Vasilj (30) lobt: „Er ist einer der Spieler, die dem Team helfen, nur weil sie auf dem Platz stehen. Seine Präsenz macht viel aus. Er gibt uns wichtige Stabilität.“ Smith könnte sowohl defensiv als auch im Spielaufbau helfen. Für ihn müssten Mathias Rasmussen (28) oder Joel Fujita (24) auf die Bank weichen, die beide in Heidenheim zur Pause ausgewechselt wurden. Fujita wirkte bereits in den vorherigen Partien fahrig. Eine weitere Option ist Lars Ritzka auf der linken Seite, der mit seinen scharfen Hereingaben für Gefahr sorgen könnte.

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Es kommt auf den Spirit an

Am Ende wird es nicht allein auf Personalwechsel ankommen. Entscheidend ist, dass der Trainer mit der Mannschaft einen anderen Spirit herstellt – mehr Wille, Widerstand und Leidenschaft als in Heidenheim. Das ist die Herausforderung für Blessin und sein Team.

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