Julian Draxler hat die große Bühne des europäischen Fußballs hinter sich gelassen. Der Weltmeister von 2014 spricht im Interview über seinen neuen Lebensmittelpunkt in Katar und seinen Erfolg als Unternehmer. Vor fast drei Jahren verschwand der 32-Jährige von der Bildfläche des europäischen Profifußballs, beendete seine Karriere jedoch keineswegs. Seit September 2023 spielt Draxler für Al-Ahli SC in Katar.
Kein Ende der Karriere in Sicht
„Ich bin noch nicht an dem Punkt, meine Karriere zu beenden“, bestätigte der Weltmeister von 2014 im Gespräch mit ran. Seiner Zeit bei Spitzenklubs wie Paris Saint-Germain und Benfica Lissabon trauert Draxler jedoch nicht hinterher. „Den großen Zirkus vermisse ich nicht. Ganz im Gegenteil: Was die Aufmerksamkeit betrifft, lebe ich hier in Katar ein Leben, das ich zuletzt mit 17 hatte“, schwärmte der gebürtige Gladbecker. Der Grund dafür ist einfach: „Man erkennt mich nicht, und wenn doch, sind die Menschen sehr zurückhaltend. Hier bist du nicht ‚der Fußballer‘, sondern nur ein normaler Typ aus Deutschland.“
Erfolgreich als Unternehmer
Neben seiner Profikarriere ist Draxler auch als Investor und Unternehmer aktiv. Unter der Marke „Haarwald“ vertreibt er ein Haarwachs in deutschen Drogeriemärkten. Die Idee dazu entstand auf dem Fußballplatz. „Ich war immer wieder unzufrieden mit meinen Haaren. Als Fußballer ist man ja doch ein bisschen eitel“, erklärte Draxler, der das Projekt seit 2021 gemeinsam mit seinem Kumpel und Friseur Mustafa Mostafa betreibt. „Ich muss auch sagen, dass vor allem ich als Profifußballer ein wenig belächelt wurde: ‚Der Fußballer mit dem Haargel, na klar.‘ Aber es ist eben auch ein richtiger Business Case“, sagte Draxler.
Blick auf die Champions League
Mit Blick auf das Sportliche rückt in dieser Woche sein Ex-Klub PSG in den Fokus, der am Dienstag im Halbfinal-Hinspiel der Champions League auf den FC Bayern trifft. „Ich denke, die beiden besten Mannschaften in diesem Jahr treffen aufeinander. Kleinigkeiten und Tagesform werden die Spiele mit Sicherheit entscheiden“, vermutete Draxler. Mit Blick auf Bayerns Viertelfinalgegner Real Madrid stellte er fest: „Ich schätze PSG noch stärker ein als Real Madrid im Moment.“ Angetan zeigte sich Draxler vor allem von der individuellen Qualität beider Teams. „Natürlich Dembélé, der amtierende Weltfußballer, auf der anderen Seite Kane, die wohl beste Neun der Welt und mein Lieblingsspieler der Bundesliga: Michael Olise“, sagte Draxler.



