Michael Olise ist beim FC Bayern München derzeit einer der herausragenden Akteure. Trainer Vincent Kompany hält sich bei Fragen zu den anhaltenden Wechselspekulationen um den Offensivspieler zurück, überlässt die klaren Worte lieber den Verantwortlichen an der Säbener Straße. In Bezug auf die sportliche Entwicklung seines Schützlings fand der Belgier jedoch deutliche und bemerkenswerte Worte.
Kompany: Olise hat noch nicht sein Maximum erreicht
„Wie immer gibt es über die Ansage von meinen Obersten keinen Kommentar“, sagte Kompany auf der Pressekonferenz vor dem Halbfinal-Hinspiel der Champions League bei Paris Saint-Germain. Damit bezog er sich auf das jüngste Machtwort von Aufsichtsratsmitglied Karl-Heinz Rummenigge zu den Wechselgerüchten. Anschließend stimmte Kompany eine regelrechte Lobeshymne auf den 24-Jährigen an. Man dürfe nicht vergessen, dass es für Olise das erste Champions-League-Halbfinale sei und dass er „seine ersten 18 Monate auf richtigem Topniveau spielt“, so Kompany.
Der Trainer fügte hinzu: „Ich glaube, dass er noch besser werden kann. Ich sage jetzt nicht, dass er etwas anderes machen muss. Aber ich sehe in seiner Mentalität und in dem, was ich jeden Tag im Training sehe, dass da immer noch Luft nach oben ist. Das ist beeindruckend. Und hoffentlich kann er seine Leistung auch in Spielen wie morgen abrufen.“ Ein einzelnes Spiel gegen PSG werde seine grundsätzliche Einschätzung nicht ändern: „Egal was passiert, das wird meine Meinung nicht ändern, dass er ganz lange auf diesem Toplevel einer der Topspieler in Europa bleiben kann.“ Es sei schön, „wenn man diese Entwicklung vom Anfang bis jetzt mitverfolgen kann“, so Kompany.
Olise überzeugt mit starken Zahlen
Mit 19 Toren und 29 Vorlagen in 46 Pflichtspielen absolviert Olise eine beeindruckende Saison. Ende März waren Gerüchte über das Interesse von Topklubs wie Real Madrid, Manchester City oder dem FC Liverpool aufgekommen. Die Bayern sehen die Causa Olise, dessen Vertrag bis 2029 läuft, jedoch gelassen.
Rummenigge: Kein Preisschild für Olise
Der frühere Vorstandsvorsitzende Rummenigge erklärte Olise erneut für unverkäuflich und erinnerte an ein „unglaubliches Angebot“ des FC Chelsea für Franck Ribéry im Jahr 2009. „Das wäre damals ein neuer Transfer-Weltrekord gewesen“, sagte Rummenigge in einem Interview mit t-online. In einem Gespräch mit dem damaligen Finanzvorstand Karl Hopfner und Klub-Patron Uli Hoeneß habe man „dann etwas Grundsätzliches entschieden: Dass wir in Zukunft keinen Spieler mehr verkaufen werden, den wir sportlich vermissen würden. Dieses ungeschriebene Gesetz gilt bis heute.“ Für Olise bedeute das: „Für einen Spieler wie Olise gibt es kein Preisschild, das uns zucken lassen würde.“
Hoeneß: Fans wollen guten Fußball, nicht nur Geld
Auch Uli Hoeneß hatte Olise bereits mehrfach für unverkäuflich erklärt. „Wir haben 430.000 Mitglieder, wir haben viele Millionen Fans auf der ganzen Welt, und es nützt ihnen wenig, wenn wir 200 Millionen auf dem Konto haben und jeden Samstag deswegen schlechter Fußball spielen“, sagte Hoeneß mit Blick auf die Spekulationen, wonach der FC Liverpool bereit sei, eine Megasumme zu zahlen.



