Nachdem Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff ein Machtwort gesprochen und den Verkauf von Top-Talent Yan Diomande (19) für diesen Sommer untersagt hat, muss RB Leipzig dennoch dringend Einnahmen generieren. Intern wird mit einem Finanzplan gearbeitet, der Transfereinnahmen von mindestens 100 Millionen Euro vorsieht. Welche Spieler sollen nun gehen?
Castello Lukeba: Der teuerste Verkaufskandidat
Der französische Innenverteidiger Castello Lukeba (23) drängt auf einen Wechsel. Er fühlt sich bereit für den nächsten Schritt und möchte den Verein verlassen. Lukeba besitzt eine Ausstiegsklausel in Höhe von 80 Millionen Euro, die bis 2029 läuft. RB Leipzig wäre jedoch auch bei einem Angebot knapp unter dieser Summe gesprächsbereit. Sein Marktwert ist hoch, aber der Klub hofft auf einen lukrativen Deal.
Leihspieler als Verkaufsobjekte
Neben Lukeba stehen vor allem die aktuell verliehenen Spieler im Fokus. Arthur Vermeeren (21) weckt Begehrlichkeiten bei Tottenham und Inter Mailand, nachdem Olympique Marseille die Kaufoption über 20 Millionen Euro nicht zog. Lutsharel Geertruida (25) kann vom Premier-League-Klub Sunderland für rund 20 Millionen Euro fest verpflichtet werden; im Winter zeigte auch Liverpool Interesse. Eljif Elmas (26), derzeit an Neapel verliehen, war lange Stammspieler, ist aber nur noch Joker. Die Italiener besitzen eine Kaufoption von 16,5 Millionen Euro, die bis Mitte Juni gezogen werden muss.
Diomande bleibt vorerst – aber nicht für immer
Die Entscheidung, Diomande nicht zu verkaufen, basiert auf der Erwartung, dass er sich weiterentwickelt und sein Wert steigt. Ein mögliches Szenario: Ein Klub sichert sich Diomande bereits im Sommer zu einem reduzierten Preis (etwa 120 statt 150 Millionen Euro), lässt ihn aber noch ein Jahr in Leipzig. So könnte RB in der Champions League von seinen Leistungen profitieren. Sollte dieser Plan nicht aufgehen, müssen die anderen Verkaufskandidaten die erforderlichen Einnahmen bringen.



