Skirennläufer Sebastian Holzmann hat sein Karriereende bekannt gegeben. Der 33 Jahre alte Slalomspezialist, der bei der Weltmeisterschaft 2023 den fünften Platz belegte, erklärte seinen Rücktritt vom aktiven Rennsport. In den vergangenen Jahren hatte der Athlet immer wieder mit schweren Verletzungen zu kämpfen.
Holzmann: „Kann meinen Sport nicht mehr mit letzter Konsequenz ausüben“
„Ich habe sehr hart gekämpft, um nach meinen Verletzungen wieder Rennen zu fahren“, sagte Holzmann. In den letzten Wochen sei ihm jedoch „klar geworden, dass ich meinen Sport nicht mehr mit der letzten Konsequenz ausüben kann“. Da dies stets sein Anspruch gewesen sei, sei es besser, aufzuhören und sich neuen Herausforderungen zu widmen.
Der WM-Fünfte von 2023 bestritt insgesamt 77 Weltcup-Rennen. Sein bestes Ergebnis erzielte er mit Platz elf im Slalom von Kranjska Gora im Jahr 2018. Insgesamt fuhr er 26-mal in die Punkteränge, zuletzt im Januar 2026 als 24. beim Klassiker in Wengen.
Zukunft im Skilehrwesen und Neuorientierung
In den kommenden Monaten möchte sich Holzmann „neu orientieren“. Denkbar sei die Aufnahme einer Ausbildung oder eines Studiums. „In jedem Fall aber möchte ich mich im Skilehrwesen engagieren. Denn das Skifahren wird mich immer begleiten und Teil meines Lebens bleiben“, betonte der gebürtige Oberallgäuer.
DSV-Sportdirektor bedauert Rücktritt
DSV-Sportdirektor Wolfgang Maier zeigte sich betroffen über den Rücktritt des „hervorragenden Rennfahrers“. Holzmann sei in den vergangenen Jahren „mehrmals auf dem besten Wege“ gewesen, „sich im Spitzenbereich des Slalomsports zu etablieren“. Allerdings sei er stets „durch schwere Verletzungen zurückgeworfen“ worden. Maier würdigte Holzmanns Einsatz und Kampfgeist und wünschte ihm für die Zukunft alles Gute.



