Giftiger Rauch und Öl-Regen: Russen aus brennender Stadt Tuapse evakuiert
Giftiger Rauch und Öl-Regen: Evakuierung in Tuapse

Feuer-Alarm am Schwarzen Meer: Raffinerie in Tuapse brennt erneut

Tuapse – Die Ölraffinerie der russischen Hafenstadt Tuapse steht nach einem erneuten ukrainischen Angriff in Flammen. Schwarze Rauchwolken steigen kilometerweit in den Himmel und verdunkeln die Sonne. Gouverneur Weniamin Kondratjew spricht von einer „ernsthaften Notfallsituation“. Die Anlage ist ein zentraler Knotenpunkt für Russlands Ölexporte und daher ein strategisches Ziel der ukrainischen Armee.

Evakuierung der Anwohner

Die Bewohner rund um die getroffene Raffinerie müssen ihre Häuser verlassen. Die Evakuierung wurde angeordnet, weil die Gefahr besteht, dass sich das Feuer weiter ausbreitet. Bürgermeister Sergej Bojko ließ ganze Straßenzüge räumen – das Risiko, dass Flammen oder Explosionen auf Wohngebiete übergreifen, ist zu groß. Die Anwohner werden in einer zur Notunterkunft umgebauten Schule untergebracht.

Giftiger Rauch belastet die Luft

Neben dem Feuer ist auch der aufsteigende Rauch gefährlich für die Bevölkerung. Die Luft ist stark belastet: Giftige Stoffe wie Benzol, Xylol und Ruß überschreiten die Grenzwerte um das Zwei- bis Dreifache, so die russischen Behörden. Wer diese Stoffe einatmet, riskiert Husten, Atemnot und langfristig sogar Krebs. Die Rauchwolke war sogar aus dem All sichtbar.

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Schwarzer Öl-Regen über Tuapse

Bereits in den vergangenen Wochen kam es in Tuapse nach ukrainischen Angriffen zu schweren Bränden, die teilweise tagelang nicht unter Kontrolle gebracht werden konnten. Besonders dramatisch: Bewohner berichteten von schwarzem Öl-Regen. Giftige Partikel aus dem Rauch mischten sich mit Regen und fielen als schmierige, dunkle Tropfen vom Himmel. Häuser, Autos und Straßen wurden überzogen, selbst auf Haut und Kleidung blieben ölige Flecken zurück. Am Nebug-Strand versuchen Helfer, das Öl zu entfernen, und im Hafen von Tuapse breitet sich ein schwarzer Ölteppich aus.

Hintergrund: Gezielte Angriffe auf Russlands Ölindustrie

Seit Anfang 2025 greift die Ukraine gezielt Russlands Ölindustrie an – eine der wichtigsten Einnahmequellen für Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine. Mit Drohnen attackiert Kiew immer wieder Raffinerien, Depots und Hafenanlagen, oft tief im russischen Hinterland. Ziel ist es, den Treibstoffnachschub für Panzer und Flugzeuge zu stören und gleichzeitig die wichtigen Export-Einnahmen zu kappen. Tuapse ist dabei ein Schlüsselstandort, über den große Mengen Treibstoff ins Ausland exportiert werden.

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