Tankstellenpreise erreichen trotz Trump-Rede neues Rekordhoch – 12-Uhr-Schock bleibt moderat
Tankstellenpreise trotz Trump-Rede auf Rekordhoch – 12-Uhr-Schock moderat

Tankstellenpreise erreichen trotz Trump-Rede neues Rekordhoch

Die Preise an deutschen Tankstellen überschlagen sich weiterhin und erreichen neue Höchststände. Trotz einer deutlichen Ölpreisrallye nach der Rede von US-Präsident Donald Trump bleibt der befürchtete massive 12-Uhr-Preissprung zwar moderat, doch die aktuellen Werte liegen deutlich über dem Vortagsniveau und markieren neue Rekordhöhen.

Neue Höchstpreise trotz Regierungsmaßnahmen

Seit Mittwoch gelten eigentlich neue Maßnahmen der Bundesregierung gegen hohe Spritpreise, doch die Realität zeigt das genaue Gegenteil. Am Donnerstag um 12 Uhr kostete Super 2,26 Euro, Super E10 2,20 Euro und Diesel 2,42 Euro. Das bedeutet einen Anstieg von rund 9 Cent bei Benzin und etwa 11 Cent bei Diesel im Vergleich zum Vormittag. Bereits am Mittwoch hatten die Preise Rekordwerte erreicht, als sich Super E10 um 7,6 Cent auf 2,175 Euro und Diesel um 7,5 Cent auf 2,376 Euro verteuerte.

12-Uhr-Regel zeigt deutliche Effekte in ganz Deutschland

BILD-Reporter haben in mehreren Städten die Preisentwicklung rund um die kritische 12-Uhr-Marke dokumentiert. In Stuttgart wurde an einer RAN-Tankstelle der Diesel von 2,34 auf 2,47 Euro angehoben, während Super E10 um 9 Cent von 2,07 auf 2,16 Euro stieg. In Bielefeld zeigte sich ein ähnliches Bild: An einer star-Tankstelle sprangen die Preise pünktlich zur Mittagszeit deutlich nach oben – Diesel von 2,15 auf 2,26 Euro, Super E10 von 2,03 auf 2,10 Euro und Super von 2,08 auf 2,16 Euro.

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Auch in Berlin-Kreuzberg wurden an einer Shell-Tankstelle die Preise spürbar angehoben. Diesel stieg um 15 Cent von 2,30 auf 2,50 Euro, Super E10 kletterte um 7 Cent von 2,13 auf 2,20 Euro. Auffällig war dabei, dass die sonst stark frequentierte Tankstelle direkt nach der Preiserhöhung plötzlich nahezu leer war.

Trump-Rede treibt Ölpreis in die Höhe

Nach der Rede von US-Präsident Donald Trump in der Nacht war der Ölpreis bereits am Morgen um rund 7 Prozent auf 107 US-Dollar pro Barrel hochgeschossen. Der Präsident kündigte weitere harte Angriffe gegen den Iran in den kommenden Wochen an und stellte sogar Schläge gegen wichtige Infrastruktur in Aussicht. Diese Ankündigungen erhöhen die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten, einer der wichtigsten Regionen für die weltweite Ölversorgung.

Besonders kritisch wird die Lage rund um die Straße von Hormus eingeschätzt, über die ein großer Teil des globalen Öltransports läuft. Die Märkte reagierten unmittelbar: Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent stieg um über 8 Prozent auf etwa 108 Dollar, umgerechnet über 93 Euro.

Ölpreis als entscheidender Kostenfaktor

Der Ölpreis stellt den wichtigsten Kostenfaktor für Benzin und Diesel dar. Steigt er, verteuert sich der Einkauf für die Mineralölkonzerne – und diese Kosten werden meist schnell an die Verbraucher weitergegeben. Auffällig ist dabei, dass die Preise nach oben oft schneller reagieren als nach unten. Steigende Ölpreise kommen zügig an der Zapfsäule an, während sinkende Preise deutlich langsamer bei den Verbrauchern ankommen.

Trotz der deutlichen Ölpreisrallye nach Trumps Rede blieb der 12-Uhr-Preissprung an den Tankstellen moderat, doch die Gesamtsituation zeigt weiterhin eine deutliche Aufwärtsdynamik. Die neuen Rekordpreise liegen zwar nur leicht über dem Niveau vom Vortag, markieren aber dennoch eine kontinuierliche Verteuerung des Tankens für deutsche Autofahrer.

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