EasyJet-Flug zu schwer: Fünf Passagiere müssen wegen Gewichtslimit aussteigen
EasyJet-Flug zu schwer: Fünf Passagiere müssen aussteigen

EasyJet-Flug überschreitet Gewichtslimit: Fünf Passagiere müssen aussteigen

Auf einem EasyJet-Flug von London-Southend nach Málaga kam es am 11. April zu einer ungewöhnlichen Panne. Der Airbus A320 hatte das Maximalgewicht für die Startbahn überschritten, was dazu führte, dass fünf Passagiere das Flugzeug vor dem Start verlassen mussten.

Kapitän kündigt ungewöhnliche Maßnahme an

Kurz vor dem geplanten Take-Off um 8:40 Uhr britischer Zeit machte der Kapitän eine Durchsage, die bei den Passagieren zunächst für Verwirrung sorgte. Die Maschine habe die Gewichtsbeschränkungen für die Wetterbedingungen und die kurze Startbahnlänge überschritten, erklärte er. Als Lösung bot er zwei Optionen an: Entweder würden sechs Passagiere freiwillig aussteigen, oder das gesamte Gepäck müsste zurückgelassen werden.

Fluggast Carly Mowbray berichtete der Zeitung "Your Southend" von der bizarren Situation: "Die Passagiere waren fassungslos und dachten zunächst an einen Scherz. Der Kapitän sagte, wir hätten 30 Minuten Zeit, um das Problem zu lösen, sonst fliegen wir nirgendwo hin." Besonders kurios: Zum Zeitpunkt der Ankündigung waren bereits zehn Plätze im Flugzeug nicht besetzt.

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Freiwillige finden sich nach Zögern

Nach anfänglichem Zögern fanden sich schließlich fünf Passagiere, die bereit waren, auf alternative Flüge umzusteigen. Ihr gemeinsames Gewicht reichte aus, um die Maschine unter das kritische Limit zu bringen. "Die ausgestiegenen Passagiere wurden von uns Zurückgebliebenen mit Applaus verabschiedet", so Mowbray weiter. "Es war bizarr. So etwas habe ich noch nie erlebt." Mit etwa 20 Minuten Verspätung konnte der Airbus schließlich abheben.

EasyJet reagiert mit Entschädigungsangebot

In einer offiziellen Stellungnahme bestätigte die Billigfluggesellschaft EasyJet den Vorfall. Den betroffenen Passagieren wurde ein kostenloser Transport vom Flughafen Essex zum Flughafen Gatwick angeboten, von wo aus noch am selben Tag ein Ersatzflug nach Málaga startete. Zusätzlich erhielten sie eine finanzielle Entschädigung, deren Höhe nicht öffentlich gemacht wurde.

Gemäß den Richtlinien der britischen Zivilluftfahrtbehörde haben Passagiere bei der Annullierung von Flugreisen dieser Art Anspruch auf eine Entschädigung zwischen 175 und 350 Pfund, was etwa 200 bis 400 Euro entspricht. EasyJet betonte, dass Sicherheit stets oberste Priorität habe und solche Maßnahmen nur im äußersten Notfall ergriffen würden.

Der Vorfall wirft Fragen zur Gewichtsberechnung bei Fluggesellschaften auf, insbesondere angesichts der Tatsache, dass zum Zeitpunkt der Gewichtsüberschreitung mehrere Sitze leer waren. Experten verweisen darauf, dass neben Passagiergewichten auch Faktoren wie Treibstoff, Gepäck und spezifische Wetterbedingungen in die Berechnungen einfließen.

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