Lufthansa bietet auf TAP-Anteile: Bieterrennen um portugiesische Airline nimmt Fahrt auf
Lufthansa bietet auf TAP-Anteile: Bieterrennen gestartet

Lufthansa steigt in Bieterrennen um portugiesische Airline TAP ein

Der Lufthansa-Konzern hat ein nicht bindendes Angebot für einen Minderheitsanteil an der staatlichen portugiesischen Fluggesellschaft TAP abgegeben. Dies bestätigte ein Unternehmenssprecher in Frankfurt am Main. Die portugiesische Regierung hat 44,9 Prozent der Anteile zum Verkauf gestellt, während weitere 5 Prozent für die TAP-Beschäftigten reserviert sind. Die Mehrheit bleibt zunächst beim Staat.

Weiterer Bieter im Rennen: Air France-KLM

Neben der Lufthansa hat auch die Holdinggesellschaft Air France-KLM eine Offerte für die Airline mit knapp 100 Flugzeugen vorgelegt. Weitere Details zu den Angeboten sind derzeit nicht bekannt. Die Angebote werden nun bewertet, und in einem nächsten Schritt werden ausgewählte Bieter aufgefordert, verbindliche Angebote abzugeben. Eine Entscheidung könnte im Sommer fallen.

Strategische Bedeutung für Lufthansa

Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte, dass Lissabon im Konzern zum atlantischen Drehkreuz vor allem für Südamerika ausgebaut werden könnte. Ziel der Übernahme sei es, die globale Anbindung Portugals zu stärken, die portugiesische Identität von TAP zu bewahren und das Wachstum der Airline nachhaltig zu sichern. Der Lufthansa-Konzern hat bereits mehrere europäische Fluggesellschaften übernommen, darunter die ehemaligen Staatsairlines der Schweiz, Belgiens und Österreichs. Bei der italienischen Ita hält Lufthansa derzeit eine Minderheitsbeteiligung, die noch in diesem Jahr auf 90 Prozent aufgestockt werden kann.

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Hintergrund: Krisenvorbereitungen bei Lufthansa

Am Dienstag hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr die Belegschaft intern auf harte Zeiten eingeschworen, angesichts der angespannten Lage in der Golfregion rund um die Angriffe auf Iran. Der Konzern arbeite an der Vorbereitung zweier Krisenpakete, von denen mindestens eines zum Einsatz kommen könnte. Dies könnte für Passagiere zu höheren Kosten führen.

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