Schulreform in Sachsen-Anhalt: GEW kritisiert CDU-Pläne für Oberschule als unzureichend
GEW kritisiert CDU-Pläne für Oberschule als unzureichend

Schulreform in Sachsen-Anhalt: GEW kritisiert CDU-Pläne für Oberschule als unzureichend

Die Diskussion über eine mögliche Neuordnung der Schulformen in Sachsen-Anhalt nimmt an Fahrt auf. Während die CDU in ihrem Regierungsprogramm-Entwurf die Einführung einer neuen Oberschule plant, die Sekundar- und Gemeinschaftsschulen zusammenführen soll, kommt deutliche Kritik von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

GEW warnt vor reinem Etikettenschwindel

Die Landesvorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt, Eva Gerth, hat die Überlegungen der CDU als unzureichend bezeichnet. Ein bloßer Namenswechsel von Sekundar- und Gemeinschaftsschulen zu Oberschulen reiche bei weitem nicht aus, betonte Gerth in einer aktuellen Stellungnahme. Es brauche stattdessen eine deutlich bessere Ausstattung der Schulen sowie durchdachtere pädagogische Konzepte.

„Es ist dringend notwendig, sich der bisher vernachlässigten Schulform, die zum mittleren Schulabschluss führt, endlich angemessen anzunehmen“, so die Gewerkschaftsvorsitzende. Dabei stehe insbesondere die Verbesserung der Unterrichtsversorgung im Mittelpunkt. Die GEW lehnt eine einseitige Ausrichtung der Schulen „nur für die Wirtschaft oder das Handwerk“ entschieden ab.

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Parteien mit unterschiedlichen Reformvorstellungen

Die Debatte über die Zukunft des Schulsystems in Sachsen-Anhalt wird seit Tagen intensiv geführt. Beide großen Parteien, CDU und SPD, haben angekündigt, das Bildungssystem nach der anstehenden Landtagswahl grundlegend umbauen zu wollen. Allerdings verfolgen sie dabei unterschiedliche Ansätze:

  • Die SPD strebt in ihrem Wahlprogramm-Entwurf mittelfristig ein System mit zwei weiterführenden Schulformen an: Gymnasium und Gemeinschaftsschule.
  • Die CDU plant laut ihrem Regierungsprogramm-Entwurf die Einführung einer neuen Oberschule, die sowohl Sekundar- als auch Gemeinschaftsschulen zusammenführen und inhaltlich profilieren soll.

Die GEW macht deutlich, dass unabhängig von der konkreten Schulform eine substanzielle Verbesserung der Rahmenbedingungen erfolgen muss. Ohne zusätzliche Ressourcen und qualitativ hochwertige Konzepte drohe die Reform zum Scheitern verurteilt zu sein.

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