Nach einer Serie von Rinder-Diebstählen in Südbrandenburg besuchen Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) und Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt (SPD) einen betroffenen Agrarbetrieb in Herzberg (Elbe-Elster-Kreis). Am Freitagvormittag um 9.30 Uhr wird sich Redmann bei der Agrargenossenschaft Gräfendorf ein Bild vor Ort machen und über mögliche Maßnahmen zum Schutz vor Viehdieben austauschen, teilte das Innenministerium in Potsdam mit.
Hintergrund: Serie von Viehdiebstählen erschüttert Landwirte
Innerhalb weniger Wochen wurden nachts wiederholt dutzende Rinder von Weiden in Südbrandenburg gestohlen. In drei Fällen verschwanden insgesamt rund 150 Tiere. Der Bauernverband geht von professionellen Viehdieben aus, die gezielt vorgehen. Die Diebstähle haben bei den Landwirten große Verunsicherung ausgelöst, da sie enorme wirtschaftliche Verluste bedeuten und die Existenz der Betriebe gefährden können.
Reaktion der Politik und des Bauernverbandes
Agrarministerin Mittelstädt äußerte sich bestürzt über die Vorfälle. „Ich kann gut nachvollziehen, wie sehr die betroffenen Landwirtinnen und Landwirte unter diesen Straftaten leiden – sowohl emotional als auch wirtschaftlich“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Für die Tierhaltung in Brandenburg seien die Diebstähle ein schwerer Schlag, der viele verunsichere. Der Landesbauernverband rief die Bevölkerung zu erhöhter Aufmerksamkeit auf und bat darum, verdächtige Beobachtungen umgehend der Polizei zu melden. Solche Straftaten müssten schnell aufgeklärt werden, betonte Mittelstädt. Sie empfahl den Rinderhaltungsbetrieben, ihre Kontrollgänge auf den Weiden zu verstärken, um weitere Diebstähle zu verhindern.
Besuch der Minister vor Ort
Der Besuch von Innenminister Redmann und Agrarministerin Mittelstädt in der Agrargenossenschaft Gräfendorf dient dazu, sich ein direktes Bild von der Situation zu machen und mit den betroffenen Landwirten über konkrete Schutzmaßnahmen zu beraten. Dazu zählen unter anderem verbesserte Überwachungstechnik, verstärkte Polizeipräsenz in den betroffenen Regionen und eine engere Zusammenarbeit mit dem Bauernverband. Die Minister wollen damit ein deutliches Zeichen setzen, dass die Landesregierung die Sorgen der Landwirte ernst nimmt und entschlossen gegen die Viehdiebstähle vorgeht.



