Tauchunfall: Brian verabschiedete sich innerlich von seiner Familie
Tauchunfall: Brian verabschiedete sich innerlich

Nach einem schweren Tauchunfall in Französisch-Polynesien kämpft sich der 24-jährige Brian Pethke aus Schwedt (Uckermark) Schritt für Schritt zurück ins Leben. Der Unfall ereignete sich am 5. April, als ein führerloses Boot den jungen Mann erfasste und ihm das rechte Bein abriss. „Ich habe mich innerlich von meiner Familie und meinem Freund verabschiedet“, erinnert sich Brian an die schrecklichen Momente.

Der Unfallhergang

Brian war mit seinem Freund Mika auf einer Traumreise in Französisch-Polynesien. Nach einem atemberaubenden Tauchgang mit Haien, Delfinen und bunten Korallen tauchten sie auf. Plötzlich hörten sie ein lautes Geräusch. Ein Boot, das sie abholen sollte, fuhr unkontrolliert auf sie zu. Der Kapitän war über Bord gefallen, hatte keinen Totschalter getragen und beim Sturz Vollgas gegeben. Beim zweiten Kreis erfasste das Boot Brian. „Das Wasser färbte sich blutrot, und das Salzwasser ließ die Schmerzen unerträglich werden“, berichtet er.

Glück im Unglück: Drei Ärzte an Bord

Zufällig befanden sich drei Ärzte auf einem nahen Boot, die sofort Erste Hilfe leisteten. Sie stoppten die Blutung, gaben Sauerstoff und organisierten ein Ambulanzflugzeug. „Wenn die Ärzte nicht gewesen wären, wäre ich heute nicht mehr hier“, sagt Brian dankbar. Nach fünf Stunden wurde er nach Tahiti geflogen, wo ein 30-köpfiges Team ihn operierte. Sein Fuß war nur noch an Haut- und Muskelfasern befestigt und musste amputiert werden.

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Der lange Weg der Genesung

Nach mehr als drei Wochen im Ausland konnte Brian nach Berlin fliegen. Dort liegt er nun im Krankenhaus und wurde bereits zweimal operiert. Zwei multiresistente Keime erschweren die Heilung. „Sollten wir die Keime nicht in den Griff bekommen, droht eine weitere Amputation“, erklärt er. Für Mitte der Woche ist eine Hauttransplantation geplant, da durch den langen Transport Haut abgestorben ist.

Unterstützung von Familie und Freunden

Brians Familie und Freunde stehen ihm zur Seite. Sie starteten eine Spendenaktion auf GoFundMe, die bereits über 30.000 Euro eingebracht hat. Das Geld wird für den Umbau seines Autos, eine behindertengerechte Wohnung und eine Sportprothese benötigt, die die Krankenkasse nicht übernimmt. „Diese kostet 15.000 Euro und mehr“, so Brian.

Positive Prognosen und Zukunftspläne

Trotz der schweren Verletzung blickt Brian optimistisch nach vorn. Die Ärzte geben ihm gute Prognosen: „Die Prothese wird gut, und ich werde meine Lebensqualität zurückgewinnen.“ Auch beruflich muss er sich keine Sorgen machen – sein Arbeitgeber passt die Räume an, damit er weiterarbeiten kann. Sein großes Ziel ist es, nach der Reha nach Französisch-Polynesien zurückzukehren, um den Ärzten zu danken, die ihm das Leben retteten.

Soziale Medien als Therapie

Auf Instagram teilt Brian unter dem Namen „lilbriani“ seine Geschichte und Fortschritte. Innerhalb von anderthalb Wochen gewann er 20.000 Follower. „Das hilft mir, den Unfall zu verarbeiten“, sagt er.

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