Schalke: Aufsichtsrat fordert Maulkorb für Tönnies und Stevens
Schalke: Maulkorb für Tönnies und Stevens gefordert

Es könnte so schön entspannt sein auf Schalke: vorzeitige Bundesligarückkehr, Meister der 2. Liga und am Sonntag nach dem Spiel gegen Braunschweig (15:30 Uhr/Sky) die Aufstiegsparty mit den Fans. Doch im Schatten dieses Erfolgs wird es schmutzig …

Einladung zur Mitgliederversammlung mit brisantem Antrag

Am Mittwoch schickte der Verein die Einladungen für die jährliche Mitgliederversammlung am 18. Juli raus – inklusive verschiedener Anträge zu Satzungsänderungen. Direkt der erste Antrag hat es in sich! Gleich vier aktive Aufsichtsräte (Sven Kirstein, Pascal Krusch, Michael Riedmüller und Johannes Struckmeier) bringen einen Änderungsantrag zum Thema „Ehrenpräsidium“ ein. Das Ehrenpräsidium hat nur repräsentative Aufgaben und absolut keine Entscheidungsgewalt im Verein. Die Kernänderung im Zitat: „Das Ehrenpräsidium sowie seine Mitglieder äußern sich nicht öffentlich zu operativen Themen oder internen Vereinsangelegenheiten.“ In einer Fußnotiz empfiehlt der Gesamt-Aufsichtsrat, dieser Änderung zuzustimmen.

Maulkorb für immer: Ehrenpräsidium soll schweigen

Heißt im Klartext: Mitglieder des Ehrenpräsidiums wären dann verpflichtet, in Sachen Schalke komplett ihren Mund zu halten. Sie dürften ihre Meinung nicht mehr offen äußern, sollen einen Maulkorb für IMMER verpasst bekommen! Denn: Mitglied im königsblauen Ehrenpräsidium ist man normalerweise bis zum Tod. Mutmaßlicher Hintergrund dieser Attacke auf die freie Meinungsäußerung: Der bei den Ultras unbeliebte Ex-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies (69) wird auf der Mitgliederversammlung fürs Ehrenpräsidium vorgeschlagen. Ebenso Jahrhunderttrainer Huub Stevens (69). Würden sich die beiden wählen lassen, dürften sie also NIE mehr in Interviews, im TV, bei Veranstaltungen oder sonst wo ihre Meinung über Schalke 04 frei äußern.

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Kalkül: Tönnies und Stevens sollen von sich aus verzichten

Ob sich die beiden ehemaligen Schalke-Größen wirklich den Mund verbieten lassen? Mehr als fraglich! Das Ziel scheint zu sein, dass Tönnies und Stevens von sich aus auf die Wahl ins Ehrenpräsidium verzichten. Denn auffällig ist: Die vier Antragsteller aus dem Aufsichtsrat stehen den Ultras sehr nahe … Nur Stunden nach Versand der brisanten Einladungen zur Mitgliederversammlung lässt sich Schalke in einer offiziellen Mitteilung dafür feiern, den Sponsorenvertrag mit „Böcklunder“ um drei Jahre verlängert zu haben. Die Wurstmarke gehört zur Unternehmensfamilie von Tönnies. Zumindest das Geld von Tönnies ist für Schalke gerade noch gut genug …

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