Die Stadt Bernburg wird in diesem Jahr sechs Selbsthilfegruppen mit insgesamt 10.703,90 Euro unterstützen sowie vier gemeinnützigen Vereinen, Verbänden und Gesellschaften auf Antrag mit 10.257,04 Euro unter die Arme greifen. Das hat der Hauptausschuss in seiner jüngsten Sitzung ebenso beschlossen wie auf Initiative von Kai Mehliß (Bernburger Bürgerschaft) die Rückstellung eines Antrags des Vereins Kultur Markt Bernburg für das „Coffee to stay“.
Antrag auf Förderung für „Coffee to stay“ vertagt
Der Verein Kultur Markt Bernburg hatte für das an die Friedensallee umgezogene Café „Coffee to stay“ einen Zuschuss von 1.475,47 Euro beantragt. Dies entspricht einer Fördersumme von rund 1.000 Euro für den Kaffeeautomaten und die Einrichtung. Der Hauptausschuss vertagte die Entscheidung jedoch, da noch Klärungsbedarf besteht. Stadtrat Kai Mehliß erklärte, dass der Antrag genauer geprüft werden müsse, insbesondere hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und des öffentlichen Interesses. Der Verein muss nun weitere Unterlagen vorlegen, um die Förderung zu rechtfertigen.
Unterstützung für Selbsthilfegruppen und Vereine
Im Gegensatz dazu erhielten andere Anträge grünes Licht. Sechs Selbsthilfegruppen profitieren von insgesamt 10.703,90 Euro. Dazu gehören unter anderem eine Gruppe für chronisch Kranke, eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Demenzkranken sowie eine Initiative für psychische Gesundheit. Vier gemeinnützige Vereine, Verbände und Gesellschaften erhalten zusammen 10.257,04 Euro, darunter der Sportverein SV Bernburg 2000 und der Kulturverein „Alte Schule“. Die Mittel stammen aus dem städtischen Haushalt für Sozialförderung.
Hintergrund: „Coffee to stay“ als sozialer Treffpunkt
Das „Coffee to stay“ in der Friedensallee versteht sich als sozialer Treffpunkt für alle Generationen. Es bietet nicht nur Kaffee und Snacks, sondern auch Veranstaltungen wie Lesungen und Spieleabende. Der Verein Kultur Markt Bernburg betreibt das Café ehrenamtlich und hofft auf finanzielle Unterstützung, um die laufenden Kosten zu decken. Die Vertagung des Antrags bedeutet jedoch eine Verzögerung, die den Verein vor Herausforderungen stellt. Der Hauptausschuss wird sich voraussichtlich in der nächsten Sitzung erneut mit dem Antrag befassen.
Reaktionen aus der Politik
Die Entscheidung des Hauptausschusses stieß auf gemischte Reaktionen. Befürworter der Förderung betonten die soziale Bedeutung des Cafés, während Kritiker die Notwendigkeit einer genauen Prüfung unterstrichen. Kai Mehliß von der Bernburger Bürgerschaft zeigte sich zufrieden mit der Vertagung: „Wir müssen sicherstellen, dass Steuergelder sinnvoll eingesetzt werden. Der Antrag muss noch einmal genau unter die Lupe genommen werden.“ Die endgültige Entscheidung wird in den kommenden Wochen erwartet.



