Im Landkreis Wittenberg wird das aktuell größte Naturschutzprojekt Deutschlands realisiert. Rund 71 Millionen Euro investieren Bund, Land und die Heinz-Sielmann-Stiftung in die Renaturierung von Fluss und Aue. Das Projekt umfasst unter anderem Altarmanschlüsse, Flutrinnen und Kleingewässer.
Ein Meilenstein für den Naturschutz
Am Dienstag wurde der Startschuss für das ambitionierte Vorhaben gegeben. Die auf dem Scheck notierte Summe beträgt knapp 65 Millionen Euro, die von Bund und Land kommen. Zusammen mit dem Beitrag des Projektträgers, der Heinz-Sielmann-Stiftung, ergibt sich eine Gesamtsumme von stattlichen 71 Millionen Euro. Mehrfach wurde betont, dass es sich um das aktuell größte Naturschutzprojekt in Deutschland handelt.
Geplante Maßnahmen
Im Fokus stehen die Wiederherstellung natürlicher Flussläufe und die Schaffung von Lebensräumen für seltene Tier- und Pflanzenarten. Konkret sollen Altarme wieder an den Fluss angeschlossen werden, Flutrinnen entstehen, die bei Hochwasser Wasser aufnehmen können, und neue Kleingewässer angelegt werden. Diese Maßnahmen tragen nicht nur zum Artenschutz bei, sondern auch zum Hochwasserschutz in der Region.
Die Heinz-Sielmann-Stiftung, benannt nach dem bekannten Tierfilmer, bringt ihre langjährige Erfahrung in Naturschutzprojekte ein. Sie wird die Umsetzung vor Ort koordinieren und sicherstellen, dass die ökologischen Ziele erreicht werden.
Das Projekt erstreckt sich über mehrere Gemeinden im Landkreis Wittenberg und soll in den kommenden Jahren Schritt für Schritt realisiert werden. Die Verantwortlichen zeigen sich optimistisch, dass die Maßnahmen nachhaltig positive Effekte für die Natur und die Menschen in der Region haben werden.



