Putin testet neue Super-Atomrakete „Sarmat“ – Machtdemonstration des Kremls
Putin testet neue Super-Atomrakete „Sarmat“

Moskau – Kremldiktator Wladimir Putin hat am Dienstag den erfolgreichen Test der neuen Interkontinentalrakete „Sarmat“ verkündet. Die Waffe, im Westen auch als „Satan II“ bekannt, gilt als eines der zentralen Prestigeprojekte der russischen Nuklearstreitkräfte. Putin selbst sprach vom „mächtigsten Raketensystem der Welt“.

Technische Daten der „Sarmat“

Die Rakete kann laut Kreml mehr als viermal so schwere Atomsprengköpfe tragen wie vergleichbare westliche Systeme. Ihre Reichweite liege angeblich bei mehr als 35.000 Kilometern. Putin kündigte an, die Rakete werde „bis Jahresende“ einsatzbereit sein. Die Sarmat kann mit mehreren nuklearen Sprengköpfen bestückt werden.

Hintergrund des Tests

Der Test erfolgt nur wenige Monate nach dem Auslaufen des letzten großen Atomwaffenabkommens zwischen Russland und den USA, dem sogenannten „New-Start-Vertrag“. Damit gibt es erstmals seit Jahrzehnten keine verbindlichen Obergrenzen mehr für die größten Atomarsenale der Welt.

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Entwicklung und Modernisierung

Die „Satan II“ gilt als Prestigeprojekt des Kremls. Entwickelt wurde sie bereits seit 2011. Sie soll die veralteten sowjetischen „Voyevoda“-Raketen ersetzen. Russland hatte die Einsatzbereitschaft ursprünglich schon für 2022 angekündigt – ausgerechnet in dem Jahr startete Putin seinen Großangriff auf die Ukraine.

Atomare Drohkulisse gegen den Westen

Putin nutzt die atomare Drohkulisse seit Beginn des Krieges immer wieder, um den Westen einzuschüchtern und weitere Unterstützung für die Ukraine zu bremsen. Nach Angaben des Kremls sei die neue Rakete nicht nur stärker, sondern auch präziser als ihre Vorgänger. Außerdem könne sie dank sogenannter suborbitaler Flugbahnen praktisch jedes Raketenabwehrsystem umgehen.

Weitere Aufrüstungsprojekte

Die Sarmat ist nur ein Teil von Putins gigantischem Aufrüstungsprogramm. Russland modernisiert seit Jahren seine gesamte nukleare Triade, also Atomraketen an Land, auf U-Booten und in Bombern. Dazu gehören auch Hyperschallwaffen wie „Avangard“, die laut Moskau 27 Mal schneller als der Schall fliegen sollen. Auch die neue Mittelstreckenrakete „Oreschnik“ gehört dazu. Ihre Reichweite von bis zu 5.000 Kilometern würde nahezu jedes Ziel in Europa erreichbar machen. Zudem arbeitet Russland an weiteren Horrorwaffen, etwa der atomgetriebenen Unterwasserdrohne „Poseidon“, die radioaktive Tsunamis auslösen soll, oder dem Marschflugkörper „Burewestnik“ mit nahezu unbegrenzter Reichweite.

Reaktionen und Ausblick

Der Test der Sarmat zeigt, dass Russland trotz internationaler Sanktionen weiterhin massiv in seine Nuklearstreitkräfte investiert. Experten sehen darin eine gefährliche Eskalation, da die Rakete die strategische Stabilität gefährdet. Die Nato hat sich bislang zurückhaltend geäußert, betont aber die eigene Abschreckungsfähigkeit. Es bleibt abzuwarten, wie der Westen auf die neue Bedrohung reagieren wird.

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