Tom Rothe von Union Berlin sieht in der Verpflichtung von Marie-Louise Eta als Cheftrainerin nichts Außergewöhnliches. Der 21-jährige Außenbahnspieler lobte die Arbeit der 34-Jährige und kann sich eine längere Zusammenarbeit vorstellen. „Sie macht einen Super-Job“, sagte Rothe vor dem letzten Saisonspiel gegen den FC Augsburg.
Neue Energie durch Trainerwechsel
Die Niederlage beim 1. FC Heidenheim war für Rothe ein Weckruf in dieser Bundesliga-Saison. Der Wechsel von Steffen Baumgart zu Marie-Louise Eta brachte neue Energie ins Team. „Das war schon gut für die Saison“, erklärte der Außenspieler. Für den gebürtigen Rendsburger war die Umstellung, unter einer Frau zu trainieren, nichts Spektakuläres. Ihm komme es auf die Ergebnisse an, und die stimmten: „Wir haben gute Spiele unter ihr gemacht.“
Erster Sieg unter Eta befreit
Besonders nach dem Punktgewinn gegen Köln, der den Klassenerhalt bedeutete, und dem ersten Sieg unter Eta in Mainz am vergangenen Sonntag fiel eine Last ab. „Der erste Sieg hat uns alle gefreut und ein positives Gefühl gegeben, dass wir noch Spiele gewinnen können. Hoffentlich können wir das am Wochenende wiederholen“, sagte Rothe.
Am Samstag steht das letzte Saisonspiel gegen den FC Augsburg an. Rothe hofft auf einen Sieg, würde aber den Dreikampf zwischen Hamburg, Wolfsburg und Heidenheim am liebsten in der Konferenz verfolgen. „Aber das geht ja nicht“, sagte er lachend.
Vertrauen und Zukunft
Rothe freute sich über das Vertrauen, das Eta ihm nach seiner Verletzung schenkte. Er kann sich einen weiteren Verbleib der ersten Cheftrainerin der Bundesliga-Geschichte vorstellen. Allerdings weiß er, dass Eta nach dem Sommer die Frauenabteilung von Union übernimmt. „Dann muss ich mich unter einem neuen Trainer beweisen“, so Rothe.
Der Jungprofi träumt von höheren Zielen: „Es wäre cool, vielleicht mal wieder um internationale Plätze mitzuspielen.“ Der Kampf um den Klassenerhalt ist zwar traditionell der Anspruch, aber Rothe blickt optimistisch in die Zukunft.



