DDR-Sporthalle in Neubrandenburg nach Sanierung wiedereröffnet – 1,4 Millionen Euro investiert
Neubrandenburg: DDR-Sporthalle nach Sanierung wieder offen

Historische Sporthalle in Neubrandenburg nach umfassender Sanierung wieder nutzbar

Ein besonderer Moment für die Schülerinnen und Schüler des BIP-Kreativitätscampus in Neubrandenburg: Nach monatelangen Bauarbeiten ist die schuleigene Sporthalle wieder für den Sportunterricht geöffnet. Die beiden Schüler Yve-Marie Khalil aus der 2b und Theo Duggert aus der 4b hatten die Ehre, das rote Band zu durchschneiden und die Halle offiziell zu eröffnen – eine Aufgabe, die normalerweise Erwachsenen vorbehalten ist.

Zehn Monate Bauzeit und umfangreiche Modernisierungen

Die Sanierungsarbeiten erstreckten sich über zehn Monate, in denen die Kinder auf den Sport im Freien ausweichen mussten. Nun können sie endlich wieder die modernisierte Halle nutzen. Die umfassenden Baumaßnahmen umfassten die Erneuerung des kompletten Fußbodens, eine neue Dacheindeckung sowie komplett renovierte Umkleidekabinen und sanitäre Anlagen. Zusätzlich wurden neue Sportgeräte angeschafft, um den Unterricht zu verbessern.

Einziges Manko bleibt die Größe der Halle, die mit etwa 20 mal 10 Metern relativ kompakt ausfällt. Diese Grundfläche konnte im Rahmen der Sanierung nicht erweitert werden, was jedoch die Freude über die gelungene Modernisierung nicht schmälert.

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Finanzierung durch Land und Schule

Die finanziellen Dimensionen des Projekts sind beachtlich: Insgesamt wurden rund 1,4 Millionen Euro in die Sanierung investiert. Geschäftsführer Marco Hammer veranschaulichte diese Summe mit einem bildhaften Vergleich: „Mit diesem Geld hätte man Eiskugeln kaufen können, die die Halle zwölf Mal bis zur Decke gefüllt hätten.“

Die Finanzierung setzt sich aus zwei Quellen zusammen: Das Land Mecklenburg-Vorpommern übernahm etwa 560.000 Euro als Fördermittel, während der Rest aus Eigenmitteln der privaten Bildungseinrichtung stammt. Der erste Antrag auf Fördermittel wurde bereits im Jahr 2017 gestellt, was den langen Vorlauf des Projekts verdeutlicht.

Historisches Bauwerk mit neuer Technik

Die Sporthalle wurde ursprünglich Ende der 1950er Jahre errichtet und gehörte in der DDR zur Polytechnischen Oberschule (POS) III in der Johannesstraße. Nach der Wende diente sie weiterhin dem Schul- und Vereinssport, bis die dringend notwendige Sanierung in Angriff genommen wurde.

Die Modernisierungen umfassen zahlreiche technische Verbesserungen: Eine neue Schallschutzdecke sorgt für bessere Akustik, eine Fußbodenheizung bietet angenehme Temperaturen und ein moderner Kunststoffbelag ersetzt das alte Parkett. Besonders hervorzuheben sind die neu installierten rollstuhlgerechten Duschen, die den barrierefreien Zugang ermöglichen.

Flexible Nutzung und Sicherheitsstandards

Eine besondere Neuerung ist die mobile Wand, die die Halle in zwei separate Bereiche teilen kann. Diese Flexibilität ermöglicht nicht nur verschiedene Sportarten parallel, sondern auch die Nutzung für andere schulische Zwecke.

Mit der Sanierung werden nun auch die aktuellen Brandschutzbestimmungen und die Vorgaben der Unfallkasse vollständig eingehalten. Die Schüler müssen sich nicht mehr vor knarzigem Parkett oder gefährlichen Heizkörpern an den Wänden in Acht nehmen.

Feierliche Eröffnung mit politischer Unterstützung

Die Förderzusage für das Projekt wurde bereits im September 2024 durch MV-Innenminister Christian Pegel an den damaligen Neubrandenburger Oberbürgermeister Silvio Witt übergeben. Zur feierlichen Eröffnung präsentierte eine Tanzgruppe der dritten Klassen des BIP-Kreativitätscampus ihr Können, während Vertreter der beteiligten Baufirmen die gelungene Umsetzung begutachteten.

Für die Schulgemeinschaft bedeutet die Wiedereröffnung vor allem eines: Der Sportunterricht kann jetzt wieder unter optimalen Bedingungen stattfinden – in einer historischen Halle, die durch die Sanierung fit für die Zukunft gemacht wurde.

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