Niedersachsen: Millionen für Schul-Tablets - Land übernimmt dauerhaft IT-Kosten
Niedersachsen: Millionen für Schul-Tablets und IT-Verwaltung

Niedersachsen startet Digitaloffensive: Millionen für Tablets und IT-Verwaltung an Schulen

Die rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen hat einen wegweisenden Beschluss für die Digitalisierung der Schulen gefasst. In einer gemeinsamen Vereinbarung mit den kommunalen Spitzenverbänden wurde festgelegt, dass das Land dauerhaft die Verantwortung für die Ausstattung von Schülerinnen, Schülern sowie Lehrkräften mit digitalen Endgeräten übernimmt. Dieser Schritt wird als entscheidender Durchbruch für die Bildungsgerechtigkeit im digitalen Zeitalter gewertet.

Konkrete Finanzierungspläne und administrative Unterstützung

Ab dem kommenden Schuljahr erhalten alle Siebtklässlerinnen und Siebtklässler in Niedersachsen ein Leih-Tablet. Parallel dazu sollen sämtliche Lehrkräfte unabhängig von Schulform und Jahrgangsstufe mit den digitalen Geräten ausgestattet werden. Für diese umfangreiche Digitalisierungsinitiative sind bis zum Jahr 2031 Investitionen in Höhe von rund 800 Millionen Euro vorgesehen.

Die finanzielle Unterstützung des Landes für die Kommunen wurde deutlich ausgeweitet:

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  • Für jedes neu angeschaffte Endgerät erhalten die Schulträger einen Zuschuss von 125 Euro speziell für die IT-Administration.
  • Der jährliche Beitrag des Landes für Administrationskosten wird von bisher 11 Millionen Euro auf 23,5 Millionen Euro mehr als verdoppelt.
  • Ab dem Jahr 2028 erfolgt eine automatische Anpassung dieser Mittel an die Tarifentwicklung im öffentlichen Dienst, konkret in Höhe von 72,5 Prozent der jeweiligen Tarifsteigerungen.

Politische und kommunale Reaktionen auf die Vereinbarung

Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) betonte die gesellschaftliche Bedeutung dieser Maßnahme: "Gute Bildung darf nicht am Geldbeutel der Eltern scheitern – auch nicht in der digitalen Welt." Die flächendeckende Ausstattung mit Tablets stelle daher einen wesentlichen Schritt hin zu mehr Chancengerechtigkeit innerhalb des Bildungssystems dar.

Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) sprach von einem "wichtigen Meilenstein für Bildungsgerechtigkeit, für modernes Lernen und für die Zukunftsfähigkeit unserer Schulen". Durch die dauerhafte Finanzierungszusage würden die Kommunen spürbar entlastet und Planungssicherheit erhalten.

Die kommunalen Verbände begrüßten die Einigung ausdrücklich. Jan Arning, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages, hob hervor, dass die Verankerung der landesseitigen Verantwortung im Schulgesetz von großer rechtlicher und planerischer Bedeutung sei. Damit werde eine zentrale Zukunftsaufgabe dauerhaft und rechtssicher geregelt.

Die geplante Gesetzesänderung, welche die Übernahme der Geräteverantwortung durch das Land festschreibt, unterstreicht den langfristigen Charakter dieser Digitalisierungsoffensive. Sie soll sicherstellen, dass alle Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse sowie das gesamte Lehrpersonal unabhängig von der finanziellen Situation ihrer Familien oder Kommunen Zugang zu moderner digitaler Lerninfrastruktur erhalten.

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