Brandenburgs Schulen im Fokus: Woidke fordert klare Haltung gegen Rassismus
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat die Bedeutung von Schulen als entscheidende Grundlage für ein Zusammenleben ohne Rassismus und Menschenfeindlichkeit hervorgehoben. In einer aktuellen Mitteilung der Staatskanzlei betonte der Regierungschef, dass Bildungseinrichtungen zentrale Orte seien, an denen Kinder und Jugendliche lernen müssen, für ein friedliches Miteinander einzustehen und Verantwortung zu übernehmen.
Schulen als demokratische Grundpfeiler
„Schulen sind nicht nur Lernorte, sondern auch gesellschaftliche Kristallisationspunkte“, sagte Woidke laut der offiziellen Verlautbarung. „Hier wird der Grundstein gelegt für eine Gesellschaft, die sich klar gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit stellt.“ Der Ministerpräsident unterstrich, dass wer Ausgrenzung entgegentrete und Vielfalt verteidige, damit die Grundlagen der Demokratie schütze.
Diese Aussagen erfolgten anlässlich der Aufnahme der Geschwister-Scholl-Grundschule in Bad Belzig (Landkreis Potsdam-Mittelmark) in das bundesweite Netzwerk „Schule ohne Rassismus“. Die Bewegung, die ursprünglich als Reaktion auf rassistische Gewalt in den 1990er Jahren entstand, umfasst heute nach Angaben der Staatskanzlei etwa drei Millionen Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte in ganz Deutschland.
Verpflichtung gegen Diskriminierung
Mit der Aufnahme in das Netzwerk verpflichtet sich jede Schule, aktiv gegen Diskriminierung vorzugehen und entsprechende Projekte im Schulalltag zu verankern. Diese Selbstverpflichtung ist besonders relevant vor dem Hintergrund, dass es auch an Brandenburger Schulen in der Vergangenheit zu besorgniserregenden Vorfällen gekommen ist.
Im Jahr 2023 hatten beispielsweise eine Lehrerin und ein Lehrer einer Schule in Burg im Spreewald in einem anonymen Brief von rechtsextremen Tendenzen, Sexismus und Homophobie berichtet. Auch andere Bildungseinrichtungen im Land meldeten ähnliche Vorkommnisse, die das Klima an den Schulen beeinträchtigten.
Bildung als Schlüssel für gesellschaftlichen Zusammenhalt
Ministerpräsident Woidke sieht in der schulischen Bildung einen entscheidenden Hebel, um frühzeitig demokratische Werte zu vermitteln und intoleranten Haltungen entgegenzuwirken. Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass der Bedarf an solchen Initiativen nach wie vor hoch ist. Die Aufnahme der Geschwister-Scholl-Grundschule in Bad Belzig in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus“ ist somit ein symbolträchtiger Schritt, der landesweit Signalwirkung entfalten soll.
Die brandenburgische Landesregierung unterstützt solche Bestrebungen und betont regelmäßig die Notwendigkeit, bereits im Schulalter ein Bewusstsein für die Gefahren von Rassismus und Menschenfeindlichkeit zu schaffen. Nur durch eine frühzeitige und kontinuierliche Auseinandersetzung mit diesen Themen könne langfristig ein respektvolles Miteinander in der Gesellschaft gefördert werden.



