Zeitung statt Smartphone: Hettstedter Waldschüler entdecken ein neues Medium
In der Hettstedter Waldschule rascheln plötzlich große Papierseiten, Finger werden schwarz von Druckerschwärze und die Schüler der Mittelstufe tauchen in eine völlig neue Medienwelt ein. Sie beteiligen sich am Medienprojekt „Medienklasse“ der Mitteldeutschen Zeitung, das nun bereits im zweiten Jahr stattfindet und die Kinder sichtlich begeistert.
Vier Wochen intensive Zeitungsarbeit im Unterricht
Für einen gesamten Monat erhalten die Schüler täglich die Mitteldeutsche Zeitung direkt an ihre Schule geliefert. Diese wird dann nicht nur gelesen, sondern aktiv im Unterricht eingesetzt. Die Papierexemplare ersetzen dabei zeitweise die gewohnten digitalen Geräte und bieten den Kindern eine haptische und sinnliche Erfahrung, die im digitalen Zeitalter immer seltener wird.
Lehrer und Projektbetreuer berichten von einer auffallend hohen Motivation der Teilnehmer. Die Schüler zeigen sich neugierig auf den Aufbau einer Tageszeitung, die verschiedenen Rubriken und die journalistische Arbeit hinter den Artikeln.
Kreative Ideen und praktische Anwendungen
Aus dem Projekt sind bereits zahlreiche kreative Ideen entstanden. So falten Schüler wie Denny und Dominik nicht nur aufmerksam die Seiten, sondern basteln daraus sogar kleine Boote und andere Objekte. Diese handwerklichen Aktivitäten fördern neben der Medienkompetenz auch die Feinmotorik und den Teamgeist.
Die Waldschule nutzt die Zeitung zudem, um aktuelle Themen aus der Region und der Welt im Unterricht zu diskutieren. Dadurch verbessern die Schüler nicht nur ihr Leseverständnis, sondern entwickeln auch ein stärkeres Bewusstsein für lokale und überregionale Nachrichten.
Nachhaltige Wirkung des Medienprojekts
Das Projekt „Medienklasse“ hat sich zu einem festen Bestandteil des Schuljahres entwickelt. Es zeigt, wie traditionelle Medien wie die Zeitung im Bildungsbereich innovative Impulse setzen können. Die positiven Rückmeldungen von Schülern, Eltern und Lehrern unterstreichen den Erfolg dieser Initiative.
Für die Zukunft ist geplant, das Projekt weiter auszubauen und möglicherweise auch andere Schulen in der Region einzubeziehen. Die Erfahrungen aus Hettstedt könnten so als Vorbild für ähnliche medienpädagogische Angebote dienen.



