Kita-Planung in Elsteraue gestoppt: Geburtenrückgang fordert Tribut
Kita-Planung in Elsteraue auf Eis gelegt

Kita-Planung in der Elsteraue vorerst gestoppt

Die Gemeinde Elsteraue muss ihre Kita-Planung überdenken: Bürgermeister Mark Fischer gab in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt, dass der Entwurf zur Fortschreibung des Handlungskonzeptes für die Kindertagesstätten zurückgezogen wird. Hintergrund sind sinkende Geburtenzahlen und eine kontroverse Diskussion um den freien Träger Montalino.

Ursprüngliche Pläne und Kritik

Das ursprüngliche Konzept sah vor, die Kitas „Zwergenhaus“ in Bornitz und „Elsterspatzen“ in Könderitz zu schließen. Die Kita „Montalino“ in Reuden sollte nach Bornitz verlegt werden, um dort langfristig eine Einrichtung zu erhalten. Doch nach scharfer öffentlicher Kritik am Träger Montalino zog Vorstandsvorsitzender Carsten Sonntag das Angebot zurück. Die Kita bleibt daher in Reuden, der Mietvertrag läuft bis 2029. Aktuell werden dort 24 Kinder betreut.

Geburtenrückgang als Hauptproblem

Auslöser der Überlegungen war der drastische Rückgang der Geburten in der Elsteraue. Im vergangenen Jahr kamen nur 29 Kinder zur Welt – zu wenig, um sieben Kitas langfristig zu erhalten. Die durchschnittliche Auslastung der Krippe in Bornitz lag 2025 bei lediglich 36 Prozent, der Kindergarten bei 60 Prozent. Prognosen zufolge wird in zwei Jahren jeder zweite Krippenplatz leer stehen. In Könderitz ist die Auslastung zwar hoch, doch der Investitionsbedarf beträgt 600.000 Euro.

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Ausblick

Der Gemeinderat muss nun neue Lösungen erarbeiten. Die Verwaltung prüft alternative Modelle, um die Betreuungslandschaft an die demografische Entwicklung anzupassen. Eltern und Träger werden in den Prozess einbezogen. Die Zukunft der Kitas in der Elsteraue bleibt vorerst offen.

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