Feuerwehr-Duo aus Prenzlau bezwingt Berliner Hotel-Treppenlauf in Rekordzeit
Ein Soldat und ein Verwaltungsangestellter haben eindrucksvoll demonstriert, dass sie mit voller Feuerwehrausrüstung in nur 9,51 Minuten das höchste Hotel Berlins erklimmen können. René Polzin (34) und Jan Bahr (38) aus der Uckermark meisterten diese außergewöhnliche Herausforderung beim 14. Firefighter Stairrun in der Hauptstadt.
Intensives Training im Ahorn-Seehotel Templin
Während die meisten Menschen bereits nach wenigen Stockwerken außer Atem sind, begann für die beiden Feuerwehrmänner an diesem Punkt erst ihr eigentliches Training. In den Wochen vor dem Wettbewerb suchten sie gezielt eines der höchsten Gebäude der Region auf: das Ahorn-Seehotel Templin mit seinen zwölf Etagen.
Ausgerüstet mit Atemschutzmaske und Sauerstoffflasche rannten Polzin und Bahr die Treppen des Hotels ununterbrochen hoch und wieder hinab. Nach sechs Durchgängen wechselten sie die leeren Flaschen gegen volle aus und wiederholten die Prozedur erneut. Diese Mammut-Trainingseinheit wurde durch zusätzliches Radfahren, Gewichtheben und morgendliches Joggen ergänzt, bevor die beiden Ehrenamtlichen der Prenzlauer Feuerwehr ihren Arbeitstag begannen.
Internationaler Wettbewerb im Park Inn Hotel Berlin
Am 18. April traten die Kreisstädter schließlich gegen 798 Kameraden aus elf Nationen an, darunter Teilnehmer aus Italien, Ungarn, Dänemark, Polen, Österreich und den USA. Die Aufgabe: die 39 Etagen des Park Inn Hotels in Berlin bezwingen, was 770 Stufen und 110 Höhenmeter entspricht.
Das Prenzlauer Duo bewältigte die Strecke in der bemerkenswerten Zeit von 9,51 Minuten und belegte damit den 99. Platz. Die Rückfahrt erfolgte dann bequem per Aufzug. „Nicht schlecht fürs erste Mal“, zeigten sich die beiden im Nachhinein stolz, fügten aber ambitioniert hinzu: „Im nächsten Jahr wollen wir aber unter die ersten 50 kommen.“
Dank an Unterstützer und Zukunftsperspektiven
Nach ihrer Rückkehr in die Heimat bedankten sich Polzin und Bahr bei ihren zahlreichen Unterstützern. Besonders erwähnten sie Prenzlaus Stadtbrandmeister Sven Ludwig und Feuerwehr-Gerätewart Ingo Glöde, die sie tatkräftig unterstützt hatten. Auch dem Team des Templiner Ahorn-Seehotels sprachen sie öffentlich Lob aus: „Ohne die Trainingseinheiten dort wäre uns das nicht geglückt.“
Die Leistung der beiden fitten Feuerwehrleute ist nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern stärkt auch das Vertrauen der Bürger in die Sicherheit bei Bränden. Mit solch engagierten und körperlich topfit trainierten Rettern kann die Bevölkerung der Uckermark beruhigt sein.



